Freitag, 29. August 2014MESZ07:16 Uhr

Kulturpresseschau

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Fazit

Theater des JahresLebendig und aufmüpfig
Shermin Langhoff, Intendantin des Maxim Gorki Theaters, posiert am Rande einer Pressekonferenz am 07.11.2013 in ihrem Theater in Berlin

Erst in diesem Jahr ging im Berliner Maxim Gorki Theater eine neue Leitung ans Werk: die Doppelspitze Shermin Langhoff und Jens Hillje. Auch wenn das Haus nicht beim Theatertreffen eingeladen war, hat es den Titel verdient.Mehr

KinoEin Bild der Sinnkrise des Westens
Der Schauspieler Michael Keaton bei der Eröffnung der 71. Filmfestspiele von Venedig. 

Gelungener Auftakt mit Starbesetzung: In der schwarzen Komödie "Birdman" von Alejandro González Iñárritus zeigen Michael Keaton, Edward Norton und Emma Stone ihr ganzes Können, sagt unser Filmkritiker Peter Claus. Doch so lustig wird es nicht weitergehen.Mehr

Neu im KinoParis darf nicht sterben
Andre Dussollier (l) als schwedischer Generalkonsul Raoul Nordling und Niels Arestrup als General Dietrich von Choltitz in einer undatierten Szene des Films "Diplomatie". Der Film kommt am 28.08.2014 ins Kino. 

Im August 1944 sollte General Dietrich von Choltitz auf Befehl Hitlers Paris in ein "Trümmerfeld" verwandeln. Dass er diesen Befehl verweigerte, ist dem schwedischen Generalkonsul Raoul Nordling zu verdanken - zumindest in Volker Schlöndorffs Film "Diplomatie". Mehr

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Fazit / Archiv | Beitrag vom 18.07.2012

Aus der Erinnerung hemmungslos gestohlen

Das Hans-Fallada-Archiv in Carwitz zeigt eine Ausstellung zur Familiengeschichte des Schriftstellers

Grab des deutschen Schriftstellers Hans Fallada im Städtchen Carwitz.
Grab des deutschen Schriftstellers Hans Fallada im Städtchen Carwitz. (picture alliance / dpa)

Hans Fallada ist einer der bekanntesten deutschen Autoren der Neuzeit. Als Person war Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen tief verwurzelt in seiner bürgerlichen Familie. Das Hans-Fallada-Archiv im mecklenburgischen Carwitz widmet dieser jetzt eine Ausstellung.

Mit der Neuübersetzung ins Französische und der Erstübersetzung ins Hebräische ist Hans Fallada in den vergangen Jahren auch in Deutschland neu entdeckt worden - viel gepriesen und bestaunt. Man erinnerte sich wieder an das Leben jenes Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen, der Duellant, der drogensüchtige Alkoholiker und der Denunzierte.

Die Ausstellung "Wie aber bestehe ich vor Dir, sehr liebe Verwandtschaft?!" im mecklenburgischen Carwitz, wo Ditzen zeitweise lebte und auch begraben ist, soll dabei helfen, besser zu verstehen, wer dieser Schriftsteller war und wie er lebte.

Hans Fallada habe zwei große Erinnerungsbücher geschrieben, die bei den Lesern sehr beliebt seien, "Damals bei uns daheim" und "Heute bei uns zu Haus", sagt Heide Hampel, Kuratorin der Ausstellung des Hans-Fallada-Archivs. Er beschreibe darin sehr launisch seine Familie und gebe offen zu, dass er hemmungslos aus den Erinnerungen gestohlen habe.

Biografen bisher seien nie so genau auf Falladas Familienverhältnisse eingegangen, wie die Ausstellung das jetzt tue. Das Archiv habe eine Schenkung von Falladas ältestem Sohn erhalten, die bisher als ausgesprochen privat eingeordnet war. In dieser Kiste mit Materialien aus dem Leben und der Familie des Schriftstellers habe man jetzt biografisch geforscht, sagt Heide Hampel.

Das vollständige Gespräch mit Heide Hampel können Sie bis mindestens 18. Dezember 2012 als MP3-Audio in unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.