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Kulturnachrichten

Montag, 10. November 2014

Archäologie: Forscher entdecken in der Türkei einzigartiges römisches Relief

Am Fundort wurden erst 2010 die Reste eines Klosters gefunden

Münsteraner Archäologen haben in einem antiken Heiligtum in der Osttürkei ein einzigartiges römisches Relief mit unbekannter Götterdarstellung ausgegraben. Die anderthalb Meter hohe Basalt-Stele, die als Stützpfeiler in eine Klostermauer verbaut war, zeigt nach erster Einschätzung einen Fruchtbarkeits- oder Vegetationsgott, teilte das Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster am Montag mit. Das Bild, das im Heiligtum des Gottes Iuppiter Dolichenus nahe der antiken Stadt Doliche entdeckt wurde, sei erstaunlich gut erhalten, sagte Grabungsleiter Engelbert Winter. "Es gibt wertvolle Einblicke in die Glaubensvorstellungen der Römer und das Weiterleben altorientalischer Traditionen", so der Althistoriker. Doch vor der genauen Identifizierung des Gottes seien aufwendige Recherchen nötig. Die Stele wurde in den Überresten des christlichen Klosters Mar Salomon (Heiliger Salomon) entdeckt, das im Frühmittelalter im Areal des antiken Heiligtums errichtet worden war. "Die Stele kann davon erzählen, wie altorientalische Traditionen über die Epochen weiterlebten, von der Eisenzeit bis in die römische Zeit", sagte Professor Winter. Die gut erhaltenen Ruinen des Klosterkomplexes erlaubten zahlreiche Rückschlüsse über das Leben und die Kultur in dieser Region zwischen Spätantike und Kreuzfahrerzeit.
Das internationale Team hatte die Überreste des Klosters 2010 entdeckt. Um die bedeutende Tempelanlage und die Klosterruine der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist ein archäologischer Park geplant. An den Kosten beteiligt sich laut Angaben neben der Uni Münster und der Deutschen Forschungsgemeinschaft auch die türkische Zirve-Universität in Gaziantep.

Unesco schaltet Weltbibliothek der Wissenschaft frei

Zielgruppe sind vor allem auch Entwicklungsländer

Mit einer Weltbibliothek der Wissenschaft will die Unesco freien Zugang für Lernstoff zu Naturwissenschaften und Forschung ermöglichen. Das Projekt in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Nature" wurde heute zum Weltwissenschaftstag der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen freigeschaltet.
In der ersten Version der englischsprachigen Datenbank stehen laut Unesco in Paris mehr als 300 Referenzartikel, 25 wissenschaftliche Bücher und 70 Videos von "Nature Education" kostenlos zur Verfügung. Jeweils hinzukommende Werke werden auf der Seite angezeigt. Auf einer digitalen Plattform könnten sich Lernende zu Gruppen zusammenschließen oder Kontakt mit anderen Klassen aufnehmen. Ziel sei, das Verständnis für Wissenschaft auszubauen und naturwissenschaftliche Bildung zu verstärken. Die Online-Bibliothek richtet sich insbesondere an Menschen in Entwicklungsländern. Die Unesco sieht darin eine Förderung der Chancengleichheit. "Die Welt braucht mehr Wissenschaft und mehr Wisseschaftler, um den aktuellen Herausforderungen begegnen zu könne", sagte Unesco-Chefin Irina Bokowa. "Wissenschaft ist der Motor für den Wohlstand, der uns eine bessere Zukunft ermöglicht." Um dies zu erreichen, sei die neue Weltbibliothek ein wichtiges und begeisterndes Werkzeug. Die Plattform sei nicht nur für Lernende, sondern auch für Lehrer und Planer überall zugänglich, sagte Bokowa. Zum Start präsentierte die Plattform Gebiete wie Genetik, Zellbiologie, aber auch Nanotechnologie, Doping oder alternative Energien. Je nach Thema wird mit Werken, Artikeln oder Videos auf der Plattform gearbeitet oder auch zu anderen Seiten verlinkt. Unterteilt sind die Gebiete in Basiswissen und Angebote für Fortgeschrittene.

Open Mike Preisträger stehen fest

Der erste Preis des Literatur-Nachwuchswettbewerbs geht an Berliner Radioreporterin Doris Anselm

Doris Anselm hat den Literatur-Nachwuchswettbewerb Open Mike als beste Prosa-Autorin gewonnen. Die gebürtige Niedersächsin, Jahrgang 1981, setzte sich am Sonntag in Berlin mit ihrem Text "Die Krieger des Königs Ying Zheng" durch. Den zweiten Preis für Prosa erhielt bei der 22. Ausgabe des Wettbewerbs die diplomierte Schriftstellerin und Kulturwissenschaftlerin Mareike Schneider aus Hildesheim. Mit der Auszeichnung für Lyrik wurde der Philosophie-Student Robert Stripling aus Frankfurt am Main geehrt. Den Preis der "taz"-Publikumsjury holte der in Berlin und Athen lebende Theatermacher Gerasimos Bekas für seinen Text "Feierabend".
Open Mike gilt als eine der wichtigsten Plattformen für literarische Neuentdeckungen. Autoren wie Karen Duve, Jochen Schmidt, Terézia Mora oder Judith Zander starteten hier ihre Karriere. Der von der Literaturwerkstatt Berlin und der Crespo Foundation ausgelobte Preis ist mit insgesamt 7500 Euro dotiert. Beim zweitägigen Finale im Heimathafen Neukölln hatten die 22 nominierten Kandidaten jeweils 15 Minuten Zeit, die Jury von ihren Texten zu überzeugen.

Gewandhausorchester: Mauerfall-Gedenken in New York

Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls hat das Leipziger Gewandhausorchester ein Überraschungskonzert in New York gegeben

Die Musiker des weltberühmten Ensembles ließen gestern unter freiem Himmel die Uraufführung des Stücks «manhata» des englischen Komponisten Michael Nyman erklingen. Das teilte die sächsische Staatskanzlei ain Dresden mit. Zu dem Konzert hatten sich demnach spontan zahlreiche Zuschauer versammelt. "Das Gefühl von Freiheit und Befreiung, welches uns heute wie vor 25 Jahren in besonderem Maße begleitet, trifft in dieser Weltstadt mit all ihren Kulturen, Gegensätzen, aber auch Gemeinsamkeiten auf fruchtbaren Boden", sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz. Dem Orchester sei es eine Herzensangelegenheit, die 'gemeinsame Sprache der Musik' an diesem historischen Datum wirken zu lassen. Das Gewandhausorchester ist ein Botschafter der Kampagne 'So geht sächsisch' und trägt als solcher die Kultur Sachsens über die Landesgrenzen hinaus.

Jessica Schober wird Burgenbloggerin

Die Münchnerin will das Haus beleben und den Burgfrieden stören

Von einer Burg aus wird eine Nachwuchsjournalistin aus München bald über den Mittelrhein bloggen. Jessica Schober (26) wurde zur sogenannten Burgenbloggerin gewählt, wie die "Rhein-Zeitung" - einer der Initiatoren - heute berichtete. In dieser Funktion soll sie von Mai an ein halbes Jahr lang auf die Burg Sooneck bei Bingen ziehen und im Netz über gute wie schlechte Dinge aus der Umgebung berichten. Schober ist den Angaben zufolge Absolventin der Deutschen Journalistenschule und war zuletzt nach alter Art der Handwerker durch Deutschland gewandert, hatte Lokalredaktionen besucht, Artikel geschrieben und war weitergezogen - "Wortwalz" nennt sie das Ganze. Mit Blick auf ihren neuen Job am Rhein kündigte sie an: "Ich will das Haus beleben und den Burgfrieden stören." Der Burgenblogger ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der "Rhein-Zeitung". Die Agentur zahlt pro Monat 2000 Euro. Ziel ist es, mit Hilfe eines unvoreingenommenen Blickes von außen neue Visionen für die Region zu entwickeln. Diese hat zwar viele alte Gemäuer und eine beeindruckende Natur, leidet aber auch unter Bahnlärm, Raumnot sowie Bevölkerungsschwund.

Musikfestspiele Saar: Kein Engagement für Putin-Freund Gergiev

Festival veranstaltet über 90 Konzerte mit Musik aus Polen

Die Musikfestspiele Saar haben von einem Engagement des russischen Dirigenten Valery Gergiev für das 2015 geplante Polen-Festival Abstand genommen. Man habe die Schirmherrschaft des ehemaligen polnischen Regierungschefs Donald Tusk über die Veranstaltungsreihe nicht gefährden wollen, begründete Intendant Robert Leonardy heute den Schritt. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, Gergiev sei aus rein politischen Gründen ausgeladen worden. "Wir haben ihn weder ein- noch ausgeladen - wir sind nicht politisch", sagte Leonardy. Man habe lediglich die Münchner Philharmoniker engagiert und dabei zunächst an deren designierten Chefdirigenten gedacht. Da dieser sich aber im Sommer offen zu seiner Nähe zu Kreml-Chef Wladimir Putin und dessen Politik bekannt habe, habe sich die Festivalleitung stattdessen zu einer Verpflichtung des polnischen Dirigenten Michal Nesterowicz entschlossen. Die Musikfestspiele Saar wollen von Februar bis Juli in einem groß angelegten Festival in mehr als 90 Konzerten Musik aus Polen präsentieren.

Mitteldeutscher Rundfunk ehrt Udo Reiter mit Trauerfeier

MDR Intendantin würdigt Reiters Beitrags zur innerdeutschen Versöhnung

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat am Montag mit einer Gedenkfeier an seinen gestorbenen Gründungsintendanten Udo Reiter erinnert. MDR-Mitarbeiter, Vertreter anderer Rundfunkanstalten und Weggefährten versammelten sich im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses, um Reiter zu würdigen. "Professor Reiter hat ganz maßgeblich dazu beigetragen, die Forderung nach Rundfunk- und Pressefreiheit zu verwirklichen. Mit Weitsicht, Mut, visionärer Kraft und Leidenschaft hat er den Mitteldeutschen Rundfunk aufgebaut, mit starken Strukturen für eine pluralistische Gesellschaft", betonte Intendantin Karola Wille laut MDR-Angaben. Reiter, der jahrzehntelang wegen eines Autounfalls auf den Rollstuhl angewiesen war, hatte sich am 9. Oktober mit 70 Jahren in seinem Haus bei Leipzig selbst getötet. Die Gründe hatte er in einem Abschiedsbrief öffentlich gemacht.
Der Beitrag des MDR zur Integration und der inneren Versöhnung Deutschlands nach dem Fall der Mauer gehöre zu seinen großen Leistungen, betonte Wille. Er habe nicht nur die MDR-Geschichte an vorderster Stelle mitgeschrieben, er habe deutsche Rundfunkgeschichte geschrieben. Reiter war von 1991 bis 2011 MDR-Intendant gewesen.

Indisches Gericht hebt Verbot für Maskenbildnerinnen auf

Verbandsregelung bestand seit 1935

Über Jahrzehnte galt in Indien eine Regel, derzufolge Frauen nicht als Maskenbildnerinnen in der Filmindustrie arbeiten durften. Der oberste Gerichtshof Indiens hat jetzt die Aufhebung dieses jahrzehntelangen inoffiziellen Verbots angeordnet. Vor dem Urteil am Montag war es Frauen zwar erlaubt, als Haar-Stylisten für Filmstars zu arbeiten, nicht aber als Maskenbildnerinnen. Richter Dipak Misra setzte heute zudem eine Regelung außer Kraft, nach der Personen fünf Jahre lang in einer bestimmten Stadt wohnen mussten, um als Mitglied in den Verband der Film-Maskenbildner und -Friseure (CCMAA) aufgenommen zu werden. Mit seiner Anordnung folgte das Gericht einem Antrag der Maskenbildnerin Charu Khurana, deren Anliegen von der National Commission for Women unterstützt wurde, einer staatlichen Organisation, die sich für den Schutz von Frauenrechten einsetzt. Khurana sagte, es sei für sie unmöglich gewesen, einen Job als Maskenbildnerin in Bollywood - der Hindi-Filmindustrie von Mumbai - zu finden. Wenn Filmproduzenten sie einstellen wollten, habe der CCMAA dagegen protestiert. Erklärt worden sei dies damit, dass Khurana, die an einer Makeup-Schule in Los Angeles ausgebildet wurde, sich nicht über die fast sechs Jahrzehnte alte Tradition hinwegsetzen könne. Richter Misra äußerte in seinem Urteil scharfe Kritik an der Tradition. Er ordnete den Verband an, die Klausel aufzuheben und erklärte: "Wir befinden uns im Jahr 2014, nicht 1935. Solche Dinge können nicht einmal einen Tag lang weiterbestehen." Der Verband verteidigte sich und erklärte, er habe nur sichergehen wollen, dass männliche Maskenbildner nicht um Jobs in der Filmindustrie gebracht würden. Die indische Filmindustrie gilt als eine der produktivsten der Welt. JedesJahr werden dort knapp 1500 Filme produziert. Die meisten davon entstehen in Bollywood.

Nibelungen-Festspiele 2015 mit neuem Regisseur

Neubeginn bei den Nibelungen-Festspielen in Worms

Bei der ersten Ausgabe unter dem Intendanten Nico Hofmann im kommenden Jahr wird der künstlerische Leiter der Festspiele, Thomas Schadt, Regie führen. Das kündigte Hofmann heute in Worms an. Gespielt wird das Stück "Gemetzel", das der Autor Albert Ostermaier für die Festspiele geschrieben hat. Es orientiert sich am zweiten Teil der Nibelungensage, der Zeit nach Siegfrieds Tod. Schadt, der auch Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg ist, setzt aber nicht auf martialische Action: "Es wird kein naturalistisches, blutrünstiges Gemetzel geben, bei mir wird das nicht stattfinden." Die Regie bei dem Festival führt im kommenden Jahr der Direktor der baden-württembergischen Filmakademie und Grimme-Preisträger, Thomas Schadt. Das Bühnenbild soll Aleksandar Denic erstellen, der zuletzt für die Bayreuther Festspiele tätig war. Welche Schauspieler Hofmann für die kommende Saison verpflichten wird, wurde zunächst noch nicht bekannt. Die Wormser Nibelungenfestspiele an der Nordseite des Kaiserdoms finden an den Abenden vom 31. Juli bis zum 16. August statt.

Gedenkstätte Walhalla ist saniert

Die Walhalla hoch über der Donau bei Donaustauf erstrahlt in neuem Glanz

Nach gut zehn Jahren wurden die rund 13,3 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Das teilte das Wissenschaftsministerium in München mit. Notwendig geworden waren die Maßnahmen, da vor allem die Zeit und die Witterung dem Gebäude zugesetzt hatten und die Statik bedrohten.
Verantwortlich für Planung und Umsetzung war das Staatliche Bauamt Regensburg. Bayerns König Ludwig I. ließ den Bau vom damaligen Hofbaumeister Leo von Klenze entwerfen und von 1830 bis 1842 nach dem Vorbild des Parthenon in Athen errichten. In der Gedenkstätte werden bedeutende Deutsche sowie mit der Historie Deutschlands verknüpfte Persönlichkeiten durch Marmorbüsten und Gedenktafeln geehrt. Bei der Fertigstellung standen in der dorischen Säulenhalle 74 Büsten. Bis heute kamen weitere dazu, unter anderem die NS-Märtyrerin Edith Stein und die Gründerin der Armen Schulschwestern, Maria Theresia Gerhardinger. Die Auswahl der Geehrten trifft eine Expertenkommission unter Federführung des Wissenschaftsministeriums.

Caritas: bundesweite Aktion für Kinder

Unter dem Motto "Eine Million Sterne" bittet die Caritas um internationale Solidarität

Am bundesweiten Aktionstag am kommenden Samstag werden in mehr als 80 Städten und Gemeinden an zentralen Plätzen abends jeweils tausende Kerzen entzündet - als "leuchtendes Zeichen für eine gerechtere Welt, in der wir alle Nachbarn sind", wie Caritas international in Freiburg heute ankündigte. In Baden-Württemberg beteiligen sich 15 Städte, darunter Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Stuttgart. Verbunden ist die Lichteraktion mit einem Spendenaufruf für Familien und Kinder, die in Armut leben. Im Fokus der Hilfsaktion stehen in diesem Jahr Projekte von Caritas international für Bürgerkriegsopfer, ehemalige Kindersoldaten und Minenarbeiter im Kongo. Im vergangenen Jahr kamen bei der Aktion bundesweit rund 30.000 Euro zusammen. Die Idee zu "Eine Million Sterne" stammt aus Frankreich; mittlerweile findet sie in mehreren europäischen Ländern in der Vorweihnachtszeit statt, in Deutschland 2014 zum siebten Mal.

Türkei ist Schwerpunktthema der Kinderbuchmesse "Kibum"

Über 2600 neue Kinder- und Jugendbücher werden vorgestellt

Die Türkei ist in diesem Jahr das Schwerpunktthema der bundesweit größten nichtkommerziellen Kinder- und Jugendbuchmesse "Kibum", die am Samstag in Oldenburg startet. Unter dem Motto "Merhaba! Kibum trifft Türkei" gehe es neben der Leseförderung um die Chancen des multikulturellen Miteinanders und um die Neugier auf das Fremde, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) am Montag in Oldenburg. "Merhaba" ist Türkisch und heißt so viel wie "Hallo" oder "Willkommen". Zum 40. Mal können Besucher zehn Tage lang die Neuerscheinungen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes erforschen. Rund 80 Titel seien der türkischen Literatur zuzuordnen, sagte die Leiterin des Oldenburger Kulturamtes, Cornelia Cordes. In den insgesamt 94 - oft zweisprachigen - Veranstaltungen, Lesungen und Workshops haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, mit Autoren und Illustratoren ins Gespräch zu kommen. Erstmals wurde zusammen mit Grundschulen und der Türkisch-Islamischen Gemeinde Oldenburg eine Kinderjury für «das beste Buch» ins Leben gerufen. Die undotierte Auszeichnung soll zum Abschluss der "Kibum" am 23. November gekürt werden. Im vegangenen Jahr haben rund 35.000 junge und ältere Lesebegeisterte die Messe im Kulturzentrum PFL besucht.

Kirchen in Deutschland: viele Projekte für junge Christen

Viele Gemeinden sind bestrebt, in der Jugendarbeit neue Wege zu gehen

Egal ob katholisch, evangelisch oder freikirchlich: die Macher wollen Jugendliche mit facettenreichen Programmen erreichen. So wollten sie den Jugendlichen die Schönheit des Glaubens zeigen und sie ermutigen, ihren eigene Religion neu zu entdecken. Es solle das Bild eines lebendigen, menschenfreundlichen Jesus vermittelt werden. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Deutschland zahlreiche Projekte für junge Christen gestartet. Bundesweit gibt es mittlerweile um die 230 Jugendkirchen. Die evangelische Jugendkirche "sankt peter" in Frankfurt am Main bietet DJ-Workshops, Songwriting-Kurse und Fotoshootings an, veranstaltet aber auch Konzerte des israelischen Folk-Rock Sängers Asaf Avidan. Die katholische Jugendgemeinde «Jona» veranstaltet eine konsumkritische City-Tour durch Frankfurt, Kochkurse, Sommerfreizeiten und Städtetrips. In den Gottesdiensten wird eine kreative Übersetzung des Evangeliums verwendet. "In der Jugendkirche können Jugendliche Kirche leben, fühlen und gestalten, wie sie sie sich wünschen», sagt Katja Pischke, Mitarbeiterin im Jugendreferat des Kirchenkreises Iserlohn.

MTV Awards: Ariana Grande zur besten Künstlerin gekürt

David Hasselhoff schaute stilecht im Schottenrock vorbei

Große Skandale oder Überraschungen bleiben in diesem Jahr aber aus, bei der Verleihung der MTV European Music Awards. Ariana Grande hat gestern abend gleich zwei Preise gewonnen. Die US-Sängerin erhielt im schottischen Glasgow die Trophäe in der Kategorie beste Künstlerin. Ihr Hit «Problem» wurde zudem als bester Song ausgezeichnet. Die britische Band One Direction sicherte sich die Preise in den Kategorien bester Popsong, bester Live-Auftritt und größte Fan-Unterstützung. Katy Perry wurde für das beste Video und den besten Look geehrt. Per Videobotschaft bedankte sich die US-Sängerin bei ihren Fans, den «Katycats» - und bei den Eltern für die guten Gene. Der kanadische Teenie-Schwarm Justin Bieber wurde bester Künstler. Bester deutscher Act wurde die Band Revolverheld. Linkin Park gewannen in der Kategorie Rock. Und der 65-jährige Black-Sabbath-Sänger Ozzy Osbourne heimste den MTV-Award in der Kategorie Globale Ikone ein. Nachdem im vergangenen Jahr Miley Cyrus Furore gemacht hatte, als sie sich bei den MTV-Awards in Amsterdam auf der Bühne einen Joint anzündete, kam die Show in diesem Jahr ohne Skandale aus. Für Stimmung sorgten Live-Auftritte von U2, Ed Sheeran oder Enrique Iglesias. US-Rapperin Nicki Minaj moderierte den Abend und wurde außerdem zur besten Hip-Hop-Künstlerin gekürt.

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