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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 03.08.2011

"Angèle und Tony"

Die Geschichte einer Annäherung von zwei ungleichen Charakteren

Von Jörg Taszman

Angèle und Tony lernen sich über eine Kontaktanzeige kennen. Obwohl sie sich zunächst misstrauen, entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar mehr als nur eine zarte Zuneigung. Ein fein beobachteter, leiser französischer Film mit großartigen Hauptdarstellern.

Eine junge Frau hat schnellen Sex mit einem jungen Chinesen, der ihr danach eine Actionfigur für Kinder gibt. Kurz darauf wartet sie nicht ganz zufällig in einem Bistro, irgendwo in der Normandie an der Küste, auf einen anderen Mann. Sie heißt Angèle und hat sich mit Tony per Annonce verabredet.

In nur wenigen Filmminuten etabliert Regisseurin Alix Delaporte ihre beiden Charaktere. Clotilde Hesme spielt Angèle zunächst als ein verletztes, misstrauisches Tier. Die nervöse, junge Frau verbirgt immer etwas und sagt nur selten die ganze Wahrheit. Der kompakte Theaterschauspieler Grégory Gadebois verkörpert Tony als einen gradlinigen Mann, der einer für ihn eher zu schönen jungen Frau wie Angèle nicht über den Weg traut. Er spürt, dass sie zunächst mit ihm spielt. So verschweigt sie, woher sie kommt und dass sie bereits Mutter eines etwa siebenjährigen Jungen ist. Dennoch entsteht zwischen diesen beiden so ungleichen Menschen allmählich mehr als nur eine zarte Zuneigung. Nur ihr Misstrauen steht beiden so lange im Weg.

Und so besteht "Angèle und Tony" aus vielen, kleinen Szenen einer Annäherung, wird zu einem fein beobachteten, leisen Film aus Frankreich mit großartigen Hauptdarstellern. Im eigenen Land brachte es dieses filmische Kleinod auf über 200.000 Kinozuschauer.

Frankreich 2010; Regie: Alix Delaporte; Darsteller: Clotilde Hesme, Grégory Gadebois, Evelyne Didi; ab 6 Jahren, 87 Minuten

Filmhomepage "Angèle und Tony"

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