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Studio 9 | Beitrag vom 06.03.2016

Andrzej Wajda wird 90Großmeister des polnischen Kinos

Von Henryk Jarcyk

Der polnische Film- und Theaterregisseur Andrzej Wajda, aufgenommen am 27.11.2013 in Krakau (picture alliance / dpa / Jacek Bednarczyk)
Der polnische Film- und Theaterregisseur Andrzej Wajda (picture alliance / dpa / Jacek Bednarczyk)

Polens bekanntester Regisseur wird 90. Andrzej Wajdas Karriere umfasst sechs Jahrzehnte, in denen er kritische und bahnbrechende Filme gedreht hat: immer die mutige Auseinandersetzung mit der polnischen Geschichte und Gegenwart im Blick.

"Das Massaker von Katyn" ist Andrzej Wajdas großartige teils autobiografische Abrechnung mit dem Sowjetkommunismus. 50 Jahre lang galt das Thema in Polen als politisches Tabu. Im Jahr 2007 setzte der Filmregisseur den auf Befehl Stalins bei Massenerschießungen ermordeten polnischen Soldaten ein Denkmal.

Nie ein Blatt vor den Mund genommen

Mit Werken wie "Asche und Diamant", "Alles zu verkaufen" oder "Korczak" hat Wajda entscheidend zum internationalen Ruf des Kinos seines Landes beigetragen. Er zählt zu den ganz Großen, zur Elite der polnischen Regisseure der Nachkriegszeit. Ein mutiger und unbequemer Filmemacher, der der Zensur im kommunistischen Polen mehrfach trotzte. Auch seit der politischen Wende in seiner Heimat nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Im Jahr 2000 erhielt Andrzej Wajda einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Am 6. März 1926 wurde er in Suwalki geboren, nahe der russischen Grenze.

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