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Interview / Archiv | Beitrag vom 08.11.2010

Andreas Graf von Bernstorff: Bundesregierung hat Vertrauen verspielt

Atomkraft-Gegner findet Castor-Widerstand beeindruckend

Atomkraftgegner blockieren in Gorleben die Zufahrtsstraße des Castor-Transports zum Atommüll-Zwischenlager, während im Vordergrund Atomgegner Tischkicker spielen. (AP)
Atomkraftgegner blockieren in Gorleben die Zufahrtsstraße des Castor-Transports zum Atommüll-Zwischenlager, während im Vordergrund Atomgegner Tischkicker spielen. (AP)

Der Umweltaktivist und Gorleben-Gegner Andreas Graf von Bernstorff hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Wiederaufnahme der Erkundung des Gorlebener Salzstocks und der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke Vertrauen verspielt zu haben.

Im Deutschlandradio Kultur sagte er, eine große Mehrheit der Bevölkerung wolle die Laufzeitverlängerung nicht. Diese sei ein gewaltiger "Rückschlag", der nicht hingenommen werden könne.

Bernstorff kündigte zugleich an, gegen die Wiederaufnahme der Erkundung des als Endlager vorgesehenen Salzstocks in Gorleben zu klagen. "So wie das jetzt hier durchgeprügelt wird, kann das meiner Ansicht nach nicht durchgehen", sagte er. Wenn überhaupt erkundet werde, sei zumindest eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Bürgerbeteiligung nötig.

Der Widerstand gegen den Castor-Transport habe an Kraft gewonnen und ihn "zutiefst beeindruckt", betonte Bernstorff. "So etwas habe ich in den letzten 30 Jahren nicht erlebt", sagte er.

Gespräch mit Andreas Graf von Bernstorff als MP3-Audio

Mehr bei deutschlandradio.de

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