Seit 00:05 Uhr Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 00:05 Uhr Feature
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 08.11.2010

Andreas Graf von Bernstorff: Bundesregierung hat Vertrauen verspielt

Atomkraft-Gegner findet Castor-Widerstand beeindruckend

Atomkraftgegner blockieren in Gorleben die Zufahrtsstraße des Castor-Transports zum Atommüll-Zwischenlager, während im Vordergrund Atomgegner Tischkicker spielen. (AP)
Atomkraftgegner blockieren in Gorleben die Zufahrtsstraße des Castor-Transports zum Atommüll-Zwischenlager, während im Vordergrund Atomgegner Tischkicker spielen. (AP)

Der Umweltaktivist und Gorleben-Gegner Andreas Graf von Bernstorff hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Wiederaufnahme der Erkundung des Gorlebener Salzstocks und der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke Vertrauen verspielt zu haben.

Im Deutschlandradio Kultur sagte er, eine große Mehrheit der Bevölkerung wolle die Laufzeitverlängerung nicht. Diese sei ein gewaltiger "Rückschlag", der nicht hingenommen werden könne.

Bernstorff kündigte zugleich an, gegen die Wiederaufnahme der Erkundung des als Endlager vorgesehenen Salzstocks in Gorleben zu klagen. "So wie das jetzt hier durchgeprügelt wird, kann das meiner Ansicht nach nicht durchgehen", sagte er. Wenn überhaupt erkundet werde, sei zumindest eine Umweltverträglichkeitsprüfung und Bürgerbeteiligung nötig.

Der Widerstand gegen den Castor-Transport habe an Kraft gewonnen und ihn "zutiefst beeindruckt", betonte Bernstorff. "So etwas habe ich in den letzten 30 Jahren nicht erlebt", sagte er.

Gespräch mit Andreas Graf von Bernstorff als MP3-Audio

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Der Castor rückt näher

Interview

Gleichberechtigung im NetzIm Internet muss Platz für alle sein
Mehrere Netzwerk-Kabelstecker leuchten in der Netzwerkzentrale der Messe Friedrichshafen (Baden-Württemberg). (picture alliance / Felix Kästle)

Die Umsetzung einer EU-Verordnung zur so genannten Netzneutralität steht an. Sie soll dafür sorgen, dass Daten aller Anbieter gleichberechtigt im Internet abrufbar sind. Netzexperte Jan-Peter Kleinhans erklärt, wie verhindert werden kann, dass sich Google und Co. Vorrang im Netz kaufen können.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur