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Kulturnachrichten

Samstag, 6. Februar 2016

Analyse soll Rätsel um Himmelsscheibe lösen

Ergebnisse werden für Juli 2016 erwartet

Archäologen wollen herausfinden, ob in einem Fürstengrab im Saalekreis der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra gelegen hat. Helfen solle dabei eine Analyse von Grabbeigaben des 3900 Jahre alten Hügelgrabs in Dieskau, sagte der Sprecher des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle, Alfred Reichenberger. Sollte die Zusammensetzung des Goldes der Grabbeigaben mit dem Gold auf der Himmelsscheibe übereinstimmen, sei es wahrscheinlich, dass es sich um das Grab des sogenannten "Vaters der Himmelsscheibe" handele. "Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli vorliegen", sagte Reichenberger. Für diesen Zeitraum seien auch weitere Grabungen in Dieskau geplant. In den Sommermonaten 2014 und 2015 hatte es bereits Nachgrabungen gegeben. Das Hügelgrab war um 1874 geplündert und Teile der goldenen Grabbeigaben verkauft worden. Fünf Stücke blieben erhalten. Sie befinden im Puschkin-Museum in Moskau.

"Goldene Kamera" vergeben

Günther Jauch erhielt Publikumspreis

In Hamburg wurde die "Goldene Kamera" verliehen, zum 13. Mal moderiert von Thomas Gottschalk. Oscarpreisträgerinnen wie Helen Mirren ("Die Queen") und Julianne Moore ("Still Alice") sind internationale Preisträger, ebenso wie Gerard Butler ("P.S. Ich liebe Dich") und die Band The Beach Boys. Aus Deutschland gehören etwa Schlagerstar Helene Fischer sowie die TV-Journalistin und -Moderatorin Dunja Hayali zu den Gewinnern. Beste deutsche Schauspielerin ist Maria Simon, bester Schauspieler Edin Hasonovic. Günther Jauch wurde mit einem Publikumspreis ausgezeichnet. In der Sparte Fernsehfilm gewann das ZDF-Werk "Ein großer Aufbruch" von Regisseur Matti Geschonneck.

Manfred Krupp wird neuer HR-Intendant

Künftiger Senderchef will Sparkurs beibehalten

Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (HR) hat Manfred Krupp (59) zum neuen Intendanten des Senders gewählt. 21 der 30 anwesenden Rundfundratsmitglieder stimmten für Krupp, es gab neun Gegenstimmen, wie der Sender in Frankfurt am Main mitteilte. Der bisherige HR-Fernsehdirektor und Vize-Intendant war einziger Kandidat für den Posten. Er löst den langjährigen Senderchef Helmut Reitze (63) ab, der im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt hatte. Krupp tritt sein neues Amt am 1. März an. Sein Vertrag läuft über sechs Jahre, wie der Rundfunksratsvorsitzende Jörn Dulige mitteilte. Angesichts der möglichen weiteren Absenkung des Rundfunkbeitrags sagte Krupp: "Wir werden nicht umhin können, weiter zu sparen." Allerdings sei der Sender bei seinen Sparbemühungen in Teilen schon an Grenzen angelangt. Irgendwann komme ein Punkt, an dem auch die journalistische Qualität leide, warnte Krupp.

Erneut Risse in Schinkel-Kirche in Berlin

Ursache noch unklar

In der durch Bauarbeiten gefährdeten Friedrichswerderschen Kirche in Berlin-Mitte sind erneut Schäden aufgetreten. "Wir haben wieder neue Risse an verschiedenen Stellen, es ist ein Trauerspiel", sagte der verantwortliche Gemeindepfarrer Stephan Frielinghaus. Bisher sei die Ursache noch nicht ermittelt, das müssten nun die Experten klären. "Und ich befürchte, dass das Eigentliche noch bevorsteht, wenn die Baugrube ausgehoben wird. Dann kommt's zum Schwur", so Frielinghaus. Die Kirche, der einzige ganz erhaltene Sakralbau des früheren preußischen Hofarchitekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), ist seit 2012 geschlossen, weil der Neubau von Luxuswohnungen nur wenige Meter entfernt bleibende Schäden verursacht hatte. Derzeit laufen die Gründungsarbeiten für ein weiteres Neubauprojekt an der anderen Seite der Kirche.

"Hasty Pudding"-Theaterpreis für Gordon-Levitt

Joseph Gordon-Levitt als "Mann des Jahres" geehrt

Ein goldener Puddingtopf für Joseph Gordon-Levitt: Von der Theatergruppe der Universität Harvard ist der 34-jährige Schauspieler ("Inception", "(500) Days of Summer") als "Mann des Jahres" geehrt worden und erhielt den "Hasty Pudding"-Preis. Vor einer Woche war bereits Kerry Washington ("Scandal") als "Frau des Jahres" gefeiert worden. Trotz des ironischen Rahmens ist der Preis begehrt, die Geehrten holen ihn sich in der Regel persönlich ab. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Martin Scorsese, Robert de Niro und Helen Mirren. Bei der Bekanntgabe der Auszeichnung hatte Gordon-Levitt erklärt, er sei angesichts des Preises "gleichzeitig überrascht: von intensiven Wahnvorstellungen zur eigenen Bedeutung und von kleineren Wellen der Bescheidenheit".

Stone Temple Pilots suchen neuen Sänger per Anzeige

Ausschreibung nach Tod von Frontmann Scott Weiland

Per Stellenanzeige auf ihrer Website sucht die Band Stone Temple Pilots einen neuen Frontmann. "Wenn du glaubst, dass du das Zeug hast, diese Band anzuführen, mit dieser Band Platten zu machen und mit dieser Band zu touren, würden wir uns freuen von dir zu hören", heißt es in der auf der Internetseite der US-Grunge-Band veröffentlichten Ausschreibung. Gesucht wird ein Nachfolger für Sänger Scott Weiland, der im Dezember an einer Überdosis Drogen gestorben war. "Niemand wird Scott jemals 'ersetzen', aber das ist auch nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass die Stone Temple Pilots weitermachen und sich entwickeln", schrieb die Band weiter. Eine Bewerbungsfrist wurde ebenso wenig genannt wie Kriterien für die Auswahl der Bewerber. Doch schon nach kurzer Zeit gingen bei der Website zahlreiche Beiträge von Sängern ein, die ihre Version von Hits der Stone Temple Pilots wie "Vasoline" und "Interstate Love Song" zum Besten gaben.

Museum der digitalen Kultur eröffnet in Dortmund

Computer, digitale Anwendungen und Unterhaltung sollen als Kulturgut etabliert werden

Spielen wie vor Jahrzehnten: Das Deutsche Museum der digitalen Kultur soll im Frühjahr 2016 in Dortmund eröffnen. Anhand von interaktiven Stationen wird das Museum in einem ehemaligen Zechengebäude die Geschichte der Heimcomputer und der dazugehörigen Spiele erzählen. Dabei setzt Gründer Christian Ullenboom auf Original-Hardware: Insgesamt 700 Exponate - darunter 250 Spielekonsolen und 200 Heimcomputer - stehen für die Ausstellung parat. Ziel sei es, Computer, digitale Anwendungen und Unterhaltung als Kulturgut zu etablieren. Erste experimentelle Spiele wurden bereits ab den 50er Jahren entwickelt, der erste Prototyp einer Videospiel-Konsole entstand 1968.

Mondastronaut Edgar Mitchell gestorben

Mitchell starb in Florida im Alter von 85 Jahren

Der Apollo-14-Astronaut Edgar Mitchell ist tot. Der sechste Mensch auf dem Mond sei nach kurzer Krankheit bereits am Donnerstag im Alter von 85 Jahren in einem Hospiz in West Palm Beach in Florida gestorben, sagte seine Tochter Kimberly Mitchell. Fast auf den Tag genau 45 Jahre zuvor, am 5. Februar 1971, war er mit Kommandant Alan Shepard auf dem Mond gelandet. Mitchell kam 1966 zur US-Raumfahrtbehörde Nasa und arbeitete an der Entwicklung der Mondlandefähren mit. Ursprünglich war er mit seinem Team für den Apollo-13-Einsatz vorgesehen. Da Shepard aber gesundheitliche Probleme hatte, mussten sie einer anderen Mannschaft den Vortritt lassen, die nach der Explosion eines Sauerstofftanks im All beinahe gestorben wäre. Mitchell, Shepard und ihre Pilot Stuart Roosa kamen dann erst 1971 zum Einsatz.

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