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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 23.06.2010

"Altiplano"

Jörg Taszman hat einen künstlerischen Euro-Pudding gesehen

In der Koproduktion von Belgien, Deutschland und den Niederlanden spielt Jasmin Tabatabai eine Fotografin, die traumatisiert aus dem Irakkrieg zurückkehrt. Außerdem geht es um die verbrecherischen Machenschaften eines Konzerns. Der Film ist thematisch überfrachtet.

Bel/D/NL 2009, Regie: Peter Brosens, Jessica Woodworth, Hauptdarsteller: Jasmin Tabatabai, Magaly Solier, Olivier Gourmet, ab 12 Jahren

Die Fotografin Grace (Jasmin Tabatabai) kehrt traumatisiert aus dem Irakkrieg zurück. Radikale Fundamentalisten hatten sie gezwungen, die Ermordung ihres irakischen Assistenten zu fotografieren. Obwohl ihr Bild für den Pulitzer Preis nominiert ist, wendet sie sich von der Fotografie ab. Wieder daheim in Belgien nimmt sie Abschied von ihrem Mann Max (Olivier Gourmet), den es als Arzt in ein entlegenes Dorf in die Anden verschlägt. Dort leiden die Indios unter einer rätselhaften Augenkrankheit, verursacht durch eine Quecksilbermine, die von ausbeuterischen Gringos geführt wird. Für die Einheimischen stehen aber auch die Ärzte im Verdacht, die verbrecherischen Methoden des skrupellosen Konzerns zu decken. Das führt zu einem tragischen Ereignis.

Diese schon inhaltlich überfrachtete europäische Koproduktion verliert sich auch formal und ästhetisch in bedeutungsschwangeren symbolträchtigen Bildern. So finden die Szenen in Belgien immer in einer Kirchenruine statt, die an Bilder aus Filmen von Andrej Tarkowski erinnern. Dieser sehr gewollte Lyrismus wirkt jedoch meistens behauptet. Wieder einmal ist ein Kunst-Euro-Pudding entstanden, der zwar gut gemeint ist, aber an seinen eigenen Ambitionen scheitert.

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