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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 20.08.2009

Alles, was geht?

Israel und die Biomedizin

Ein Biologe injiziert Spermien in eine Eizelle (AP)
Ein Biologe injiziert Spermien in eine Eizelle (AP)

Von der pränatalen Diagnostik über Stammzellforschung bis hin zum Klonen von Menschen – Israel geht in der Biomedizin weiter als jedes andere Land. Es hat weltweit die meisten Unfruchtbarkeitskliniken und mit Abstand die höchste Rate an künstlichen Befruchtungen pro Million Einwohner im Jahr.

Israel hält auch den Weltrekord an Gentests vor oder während der Schwangerschaft. Die Auswahl von Embryos im Reagenzglas – hierzulande verboten - ist erlaubt. Nicht einmal das Klonen von Menschen ist prinzipiell verboten. Die liberale israelische Haltung zu biomedizinischen Fragen ist u.a. durch den jüdischen Glauben und die wissenschaftsfreundliche Tradition des Zionismus geprägt. Entscheidend sind aber auch die geographische Lage des jüdischen Staats inmitten arabischer Nachbarn und die Erfahrung des Holocaust: Eine große Zahl gesunder Kinder soll das Überleben der Nation garantieren.

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