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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 03.11.2013

Alles Fassade?

Bilanz der Internationalen Bauausstellung Hamburg

Von Axel Schröder

Blick auf das IBA-Gelände in Hamburg-Wilhelmsburg (Iba Hamburg/Bloomimages)
Blick auf das IBA-Gelände in Hamburg-Wilhelmsburg (Iba Hamburg/Bloomimages)

Die Ziele waren hochgesteckt: Die Internationale Bauausstellung sollte den jahrzehntelang vernachlässigten Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg zum Vorzeigequartier machen und den "Sprung über die Elbe" in die Tat umsetzen.

100 Millionen Euro wurden in den letzten sechs Jahren auf der südlichen Flussseite verbaut, um ein kosmopolitisches, energiebewusstes Leben zwischen Hafenbetrieben und Autobahntrassen zu ermöglichen. Entstanden sind zukunftsweisende Premium-Musterhäuser und zu Energiespeichern umgebaute Weltkriegsbunker, neue Bildungs- und Begegnungsstätten.

Geblieben sind die heruntergekommenen Viertel Wilhelmsburgs: die maroden Wohnsilos in Kirchdorf-Süd, mit denen die Immobilienkonzerne möglichst hohe Renditen erwirtschaften, in denen Sozialarbeiter Tag für Tag an ihre Grenzen stoßen. Gestiegen ist nicht nur die Lebensqualität in einigen Quartieren, sondern - entgegen aller Beteuerungen der IBA-Macher - auch die Miete vieler Wohnungen.

Die Reportage besucht die Vorzeigeprojekte der Internationalen Bauausstellung und die blinden Flecken des Projekts. Sie sucht eine Antwort auf die Frage, was städtebauliche Großprojekte leisten können und wo sie an Grenzen stoßen.

Autor Axel Schröder (privat)Axel Schröder (privat)Axel Schröder: "Es wurde ja viel über die IBA, die Internationale Bauausstellung gestritten. Viele glauben einfach nicht daran, dass die Schau, die ja in einem bitterarmen Stadtteil stattfand, nun alles zum Guten wendet. Ich wollte wissen, was die IBA geleistet hat, was die Wilhelmsburger über das Riesenprojekt vor ihrer Haustür denken. Und ob es am Ende eine typische Hochglanz-Veranstaltung war oder wirklich was bewegt hat."

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat.

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