Donnerstag, 3. September 2015MESZ14:52 Uhr

Klangkunst

Ursendungmikromusik
Foto von Karen Power zu ihrer Arbeit "Once Below". (Karen Power)

Das Festival "mikromusik" des Berliner Künstlerprogramms zeigt musikalische Praktiken im Mikrobereich und spielt mit der Mehrdeutigkeit des Begriffs "mikro". Das Mikrofon wird zum Ausgangspunkt für klangliche Übergänge. Mehr

Autorenproduktionen zwischen den GenresKurzstrecke 41
Der Künstler Joachim Römer liest in einem Brief aus einer Flaschenpost.  (dpa / picture alliance / Oliver Berg)

Ungewöhnlich, kurz, nicht länger als 20 Minuten: Innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst können an uns geschickt werden. Wir wählen die interessantesten aus und stellen sie in dieser monatlichen Sendung vor.Mehr

weitere Beiträge

Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 02.03.2007

Alien in the Landscape

Ursendung

Von Colin Black

Sanddünen in Queensland, Australien (Stock.XCHNG / Angus Wurth)
Sanddünen in Queensland, Australien (Stock.XCHNG / Angus Wurth)

Die Geschichte des deutschen Wissenschaftlers Ludwig Leichhardt, der bei seiner dritten Expedition im australischen Busch 1848 verschollen ist, wird bei Colin Black zum Gleichnis. Der australische Komponist nimmt sie als Beispiel für den europäischen Eroberer, der in einem osmotischen Prozess von der Landschaft besiegt und schließlich verschlungen wird.

Text, Sound und Musik stehen gleichwertig in dieser Klangkomposition und antworten einander wie Echos in dieser Klanglandschaft. Black setzt u.a. seine "extended enviro-guitar" mit drei bis 15 Meter langen Saiten ein, die in die Landschaft gespannt und von Wind oder Regen gespielt werden.

Komposition und Realisation: Colin Black
Produktion: Autorenproduktion für Deutschlandradio Kultur 2006
Länge: ca. 50'

Der australische Komponist Colin Black arbeitet für Radio, Film, TV, Theater und Video. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Für "The Ears Outside My Listening Room" erhielt er 2003 den Prix Italia in der Kategorie "Radio-Musik".