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Aktion, Reflexion, Revolution

Wie die Gruppe "Zero" die Kunst zu erneuern versuchte

Von Sabine Oelze

"Pirouetten" des Künstlers Otto Piene aus dem Jahr 2012.
"Pirouetten" des Künstlers Otto Piene aus dem Jahr 2012. (picture alliance / dpa /Uli Deck)

Im Jahr 1957 schlug die Stunde Null in der Kunst. Die Düsseldorfer Otto Piene und Heinz Mack gründeten die Gruppe Zero. Kunst und Leben sollten zu einer Einheit verschmelzen. Die Zero-Künstler verabschiedeten sich von der Malerei des Informel und holten Materialien wie Wasser, Licht, Luft, Glas oder Spiegel in ihre Kunst.

Schnell vernetzte sich die Gruppe mit Gleichgesinnten in ganz Europa. Yves Klein aus Paris mit seinen monochrom blauen Gemälden stieg zur Vaterfigur der Bewegung auf, Blau wurde für Klein zur Inkarnation des Kosmischen. Er malte nicht nur monochrom blaue Gemälde, er benutzte auch Körper als lebende Pinsel. Nackte Frauen malten sich vor Publikum unter seinen Regieanweisungen mit blauer Farbe an und wälzten sich dann auf Papierbahnen an Boden und Wand. Klein nannte diese Gemälde "Anthropometrien".

Was Yves Klein in die Farbe Blau projizierte, suchte Otto Piene im Licht. Auch Günther Uecker entwickelte Räume, in denen er mit der Wirkung des Lichts experimentierte. "Lichtregen" hieß ein begehbarer Raum von 1966. Farbig beleuchtete Aluminiumrohre hängen von der Decke.

Zero-Kunst, das waren monochrome Gemälde, dynamische Raumkonstruktionen und vibrierende Lichtexperimente. Aber Zero-Kunst bedeutete auch Aktion.



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