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Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen. 

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

DDR-GeschichteSieg über den Ort des Grauens
Der ehemalige politische Gefangene Gilbert Furian in einer Gefängniszelle der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vom Verein Menschenrechtszentrum in Cottbus (Brandenburg).

Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr

Agenturfotos"Das ist sicher ein Aufbruch"
Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin des US-amerikanischen Internetkonzerns Facebook 

Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Mehr

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Thema / Archiv | Beitrag vom 12.02.2013

Aktion, Reflexion, Revolution

Wie die Gruppe "Zero" die Kunst zu erneuern versuchte

Von Sabine Oelze

"Pirouetten" des Künstlers Otto Piene aus dem Jahr 2012.
"Pirouetten" des Künstlers Otto Piene aus dem Jahr 2012. (picture alliance / dpa /Uli Deck)

Im Jahr 1957 schlug die Stunde Null in der Kunst. Die Düsseldorfer Otto Piene und Heinz Mack gründeten die Gruppe Zero. Kunst und Leben sollten zu einer Einheit verschmelzen. Die Zero-Künstler verabschiedeten sich von der Malerei des Informel und holten Materialien wie Wasser, Licht, Luft, Glas oder Spiegel in ihre Kunst.

Schnell vernetzte sich die Gruppe mit Gleichgesinnten in ganz Europa. Yves Klein aus Paris mit seinen monochrom blauen Gemälden stieg zur Vaterfigur der Bewegung auf, Blau wurde für Klein zur Inkarnation des Kosmischen. Er malte nicht nur monochrom blaue Gemälde, er benutzte auch Körper als lebende Pinsel. Nackte Frauen malten sich vor Publikum unter seinen Regieanweisungen mit blauer Farbe an und wälzten sich dann auf Papierbahnen an Boden und Wand. Klein nannte diese Gemälde "Anthropometrien".

Was Yves Klein in die Farbe Blau projizierte, suchte Otto Piene im Licht. Auch Günther Uecker entwickelte Räume, in denen er mit der Wirkung des Lichts experimentierte. "Lichtregen" hieß ein begehbarer Raum von 1966. Farbig beleuchtete Aluminiumrohre hängen von der Decke.

Zero-Kunst, das waren monochrome Gemälde, dynamische Raumkonstruktionen und vibrierende Lichtexperimente. Aber Zero-Kunst bedeutete auch Aktion.

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