Seit 14:05 Uhr Religionen
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 14:05 Uhr Religionen
 
 

Kulturnachrichten

Mittwoch, 27. Januar 2016

Jaap van Zweden wird Chefdirigent in New York

Zur Saison 2018/19 tritt Alan Gilbert bei den Philharmonikern ab

Der niederländische Dirigent Jaap van Zweden wird neuer musikalischer Direktor der renommierten New Yorker Philharmoniker. Van Zweden werde den Posten zur Saison 2018/19 vom derzeitigen Chefdirigenten Alan Gilbert übernehmen, teilte das Orchester mit. "Das ist einer der glücklichsten und erfüllendsten Tage in meinem Leben", sagte van Zweden, der derzeit noch Orchester in Dallas und Hongkong leitet. Eine der größten Herausforderungen seiner Amtszeit dürfte eine aufwendige Renovierung der Spielstätte der New Yorker Philharmoniker im Lincoln Center ab 2019 werden. Währenddessen muss das Orchester voraussichtlich für zwei Spielzeiten in einem Ausweichquartier auftreten.

Schauspielerin Karen Friesicke gestorben

Die hamburger Schauspielerin starb mit 53 Jahren

Die Hamburger Schauspielerin Karen Friesicke ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb sie bereits am ersten Weihnachtsfeiertag mit 53 Jahren. Entsprechende Medienberichte bestätigte Eva Wirth, Geschäftsführerin der Agentur Filmgold. Nähere Angaben zur Todesursache machte sie keine. Friesicke wurde mit Fernsehsendungen wie der Sketch-Serie "Harald und Eddi" oder dem Sat.1-Satireformat "Die Wochenshow" bekannt. Zuletzt spielte sie auch in der ARD-Telenovela "Rote Rosen" mit. Auch im Kino oder Theater war sie präsent, zum Beispiel im Film "Aimée & Jaguar" oder als Elise im Stück "Elling" an den Hamburger Kammerspielen.

Ai Weiwei protestiert gegen dänische Asylpolitik

Künstler stoppt eine Schau seiner Werke in Kopenhagen

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat aus Protest gegen die verschärfte Asylpolitik der dänischen Regierung eine Schau mit seinen Werken in Kopenhagen gestoppt. "Ai Weiwei hat sich entschieden, seine Ausstellung 'Ruptures' in der Faurschou Foundation Copenhagen zu schließen", teilte die private Kunstinstitution mit. Leiter Jens Faurschou erklärte, er unterstütze die Entscheidung des Künstlers. "Ruptures" sollte noch bis April geöffnet sein. Aus dem Kunstmuseum Aros in Aarhus will der Künstler seine Installation Yu Yi zurückziehen. Das Kopenhagener Parlament hatte am Dienstag einen umstrittenen Gesetzentwurf angenommen, nach dem Asylbewerber unter anderem Wertgegenstände über 10 000 Kronen (rund 1340 Euro) abgeben und manche Flüchtlinge länger auf eine Familienzusammenführung warten müssen.

Depardieu und Deneuve für César nominiert

Michael Douglas erhält den Ehrenpreis für sein Lebenswerk

Die französischen Filmlegenden Gérard Depardieu, Catherine Deneuve und Isabelle Huppert können sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den begehrten César machen. Die Filmakademie gab die Nominierungen für die Trophäe bekannt, die als französische Version der Oscars gilt. Demnach wird der US-Schauspieler Michael Douglas mit einem Ehren-César für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Depardieu und Huppert spielen in dem Film "Valley of Love - Tal der Liebe" ein getrenntes Paar, beide sind in den Kategorien als beste Schauspieler nominiert. Deneuve kann auf einen César für ihre Rolle in dem Drama "La Tête haute" hoffen. Als bester Film ist unter anderem das Flüchtlingsdrama "Dheepan" nominiert. Mit ins Rennen geht auch das Drama "Trois souvenirs de ma jeunesse" über einen Anthropologen in Tadschikistan mit insgesamt elf Nominierungen.
Die Césars werden am 26. Februar vergeben. Zwei Tage später findet in Hollywood die Verleihung der Oscars statt.

Erich Fromm-Preis für Cap Anamur-Gründer

Mit Christel und Rupert Neudeck wird erstmal ein Ehepaar ausgezeichnet

Erstmals geht der Erich-Fromm-Preis an ein Ehepaar: Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Christel und Rupert Neudeck für ihr rund 40-jähriges ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge und Menschen in Not, wie die Erich-Fromm-Gesellschaft in Tübingen mitteilte. Der Preis wird dem Mitbegründer von Cap Anamur und des Friedenscorps Grünhelme mit seiner Frau am 6. April in Stuttgarter Neuen Schloss übergeben. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an Personen, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen oder journalistischen Engagement Hervorragendes für das humanistische Denken und Handeln im Sinne des Psychoanalytikers Erich Fromm leisten. Frühere Preisträger sind Götz Werner, Anne-Sophie Mutter und Noam Chomsky.

Immer weniger Orchester in Deutschland

Deutsche Orchestervereinigung befürchtet weiteren Abbau

Die Orchesterlandschaft in Deutschland steht vor weiteren Einschnitten. Die Deutsche Orchestervereinigung sagte auf ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin eine weiter sinkende Zahl der jetzt 131 sogenannten Kulturorchester für 2016 voraus. Strukturveränderungen würden vor allem in Baden-Württemberg, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Bei der ersten gesamtdeutschen Erfassung 1992 seien noch 168 öffentlich finanzierte, regelmäßig spielende Berufsorchester gezählt worden. Heute sind es 37 weniger. Die Zahl den damals gut 12.000 Musikerplanstellen wurden im gleichen Zeitraum um 19 Prozent abgebaut. In Ostdeutschland werde die jetzige Zahl von Orchestern und Theatern häufig nur noch durch Lohnverzicht der Beschäftigten gehalten. Teils lägen die Vergütungen für Musiker 30 Prozent unter dem Tariflohn und damit nur knapp über dem Mindestlohn.

Renzi kritisiert Verhüllung von Statuen

Iranischer Präsident sollte keine nackten Statuen sehen

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat die Verhüllung antiker nackter Statuen beim Besuch des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani kritisiert. Der Protokollchef habe die Maßnahme in einem "Exzess des Eifers" angeordnet, zitierten italienische Medien den Ministerpräsidenten. Er habe die Verdeckung der Skulpturen bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Ruhani am Montag in den Kapitolinischen Museen nicht angeordnet und billige sie nicht, so Renzi. Mehrere Statuen, darunter die weltberühmte Kapitolinische Venus, waren durch weiße Stellwände den Blicken der Anwesenden entzogen worden - offenbar um islamischen Moralvorstellungen entgegenzukommen. Abgeordnete fast aller Parteien hatten die Verhüllung der Statuen als unangemessen und als Akt der Unterwerfung unter islamische Maßstäbe verurteilt.

"Wonderful Life"-Sänger Colin Vearncombe gestorben

Der "Black"-Sänger wurde 53 Jahre alt

Der englische Musiker Colin Vearncombe, der als Black mit "Wonderful Life" einen Superhit der 1980er Jahre hatte, ist an den Folgen eines Autounfalls gestorben. "Colin ist nach einem Verkehrsunfall vor 16 Tagen nie wieder zu Bewusstsein gekommen", hieß es in einem Statement auf seiner Facebook-Seite. Der 53-Jährige aus Liverpool hatte sich am 10. Januar in Irland eine Kopfverletzung zugezogen und war seitdem auf der Intensivstation in Behandlung gewesen. Bekannt war Black vor allem für seine Hits "Sweetest Smile" und "Wonderful Life". Er veröffentlichte zahlreiche Alben, schrieb Gedichte und stellte seine eigenen Bilder in Irland aus, wo er seit mehr als zehn Jahren lebte.

Frances Hardinge gewinnt Costa-Literaturpreis

Der Siegertitel der britischen Autorin ist ein Jugendbuch

Die britische Autorin Frances Hardinge hat für ihr Jugendbuch "The Lie Tree" (Der Lügenbaum) den renommierten Costa-Literaturpreis bekommen. Sie erhielt die mit umgerechnet mehr als 40 000 Euro dotierte Auszeichnung in London. In dem Buch geht es um das Mädchen Faith, das nach dem mysteriösen Tod seines Vaters herausfinden will, was Lüge und was Wahrheit ist. In der Begründung der Jury hieß es: "Wir alle haben diesen dunklen, ausladenden, äußerst klugen Roman geliebt, der Geschichte und Fantasie in einer Weise durchmischt, die Leser jeden Alters packen wird." Das Buch gibt es bisher nur in englischer Sprache. Von Hardinge sind auf Deutsch "Das Mädchen ohne Maske" und "Wunsch Traum Fluch" erschienen. Die Autorin hatte für eine Software-Firma gearbeitet, als sie mit dem Schreiben begann.

Mafioso-Darsteller Abe Vigoda gestorben

"Der Pate" machte den US-Amerikaner bekannt

Der US-amerikanische Schauspieler Abe Vigoda, der als Mafioso in "Der Pate" bekannt wurde, ist tot. Sein langjähriger Agent Sid Craig bestätigte den Tod des Charakter-Darstellers. Vigoda wurde 94 Jahre alt. Er sei im US-Staat New Jersey im Haus seiner Tochter Carol gestorben, berichtete der Sender CNN. Der in New York geborene Sohn russischer Einwanderer hatte eine lange Schauspiel-Karriere auf der Bühne und im Fernsehen. Seinen ersten großen Filmerfolg feierte er 1972 mit "Der Pate" in der Rolle des Mafioso Salvatore Tessio, der die Corleone-Familie hintergeht und dafür getötet wird. Bekannt war Vigoda auch für seine Rolle als der mürrische Polizist Phil Fish in der 70er Jahre US-TV-Serie "Barney Miller" ("Wir vom 12. Revier").

Nationalität nennen - Presserat tagt zu Richtlinie

Sitzung habe nicht mit der Kölner Silvesternacht zu tun

Der Presserat will sich am 09. März mit der Auslegung der Diskriminerungsrichtlinie 12.1 befassen.Darin wird geregelt, wann in der Berichterstattung über Straftaten zum Beispiel Nationalitäten genannt werden sollten. Das Thema der Sitzung sei unabhängig von den Kölner Silvesterübergriffen geplant gewesen, sagte Sprecherin Edda Eick der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Richtlinie "steht nicht davor, gekippt zu werden", sagte Eick am Dienstag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur, stattdessen solle über die Auslegung in der Praxis gesprochen werden.
Die Richtlinie 12.1 im Pressekodex sagt: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte."

Historisches Ballspiel-Feld in Mexiko-Stadt entdeckt

Pelotaspielen hatte bei den Azteken eine rituelle Bedeutung

Archäologen haben im Zentrum von Mexiko-Stadt Überreste des zentralen Pelota-Spielfeldes der früheren Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan entdeckt. Das Feld befinde sich südlich vom Tempel des Windgottes Ehécatl, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) am Dienstag mit. Das Ballspiel Pelota hatte bei den Azteken auch rituelle Bedeutung. Unter einer Treppe am Rande des Feldes sei eine Opferstätte mit Nackenknochen von Kindern und Jugendlichen gefunden worden. "Es ist denkbar, dass sie als Tribut an die Götter geopfert wurden. Sie galten wohl als Nährstoff für den Fortgang des Lebens", sagte die Archäologin María García Velasco.

Kulturnachrichten hören

Januar 2016
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur