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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. Februar 2016

Adele räumt bei den Brit Awards ab

Mit ihrem Album "25" hat Adele alle Verkaufsrekorde gebrochen

Als beste britische Künstlerin und für ihren weltweiten Erfolg hat Adele den Brit Award gewonnen. Mit "Hello" gewann sie zudem den Preis für die beste britische Single. Als bester britischer Künstler wurde James Bay ausgezeichnet. Der 25-Jährige ("Hold Back the River"), begleitete bei der Gala Justin Bieber auf der Gitarre bei "Love Yourself". Bieber hatte den Preis als bester internationaler Künstler erhalten. Coldplay wurde zum vierten Mal mit einem Brit Award als beste britische Band ausgezeichnet. Die Band widmete ihren Preis Musikern in Flüchtlingslagern. Adele unterstützte in ihrer Dankesrede die US-Kollegin Kesha, die ihrem Produzenten vor Gericht unter anderem psychischen Missbrauch und sexuelle Gewalt vorwirft.

Bundeskulturstiftung: 16,5 Millionen für Bauhaus-Jubiläum

Außerdem soll Zusammenhalt von Stadtgesellschaft gefördert werden

Die Kulturstiftung des Bundes fördert die bundesweit geplanten Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Bauhauses mit 16,5 Millionen Euro. Wie Stiftungsdirektorin Hortensia Völckers beim Jahresempfang in Berlin mitteilte, soll das Geld dem umfangreichen Jubiläumsprogramm "Bauhaus 2019" zugutekommen. Ziel sei, das historische Erbe, die internationale Wirkung und die zeitgenössische Bedeutung einer der weltweit wichtigsten Designschulen deutlich zu machen. 13,5 Millionen Euro sind für ein auf insgesamt fünf Jahre angelegtes Programm Trafo für Kultur im ländlichen Raum vorgesehen. In zunächst vier Modellregionen solle erprobt werden, wie sich Lebensqualität in kleineren Orten durch eine zukunftsweisende kulturelle Infrastruktur sichern lasse, hieß es. Ein speziell auf Flüchtlingsfragen zugeschnittenes Programm will die Kulturstiftung laut Völckers nicht auflegen. Stattdessen sollten geeignete Formate für den Zusammenhalt von Stadtgesellschaften entwickelt werden, sagte sie. "Wir alle brauchen Hilfe."

Raubkunst-Streit: Erben kritisieren Limbach-Kommission

Flechtheim-Erben fordern eine Untersuchung

Im jahrelangen Streit um ein Bild von Juan Gris fordern die Erben des jüdischen Galeristen Alfred Flechtheim eine Untersuchung durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Bei einer gemeinsamen Anhörung der Streitparteien am 12. Februar habe es "gravierende Verfahrensmängel" gegeben, bemängeln die Flechtheim-Anwälte das Vorgehen der beratenden Limbach-Kommission, die im Streit zwischen der Kunstsammlung NRW und den Flechtheim-Erben eine Empfehlung aussprechen soll. Das Bild "Geige und Tintenfass" war 1934 in London an eine Sammlerin verkauft worden - nach Ansicht der Flechtheim-Erben war es Privateigentum des Galeristen, der es unter Druck der NS-Verfolgung habe verkaufen müssen. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen hat indes nach eigenen Angaben keine Dokumente gefunden, die das Gris-Gemälde zweifelsfrei als Eigentum Flechtheims auswiesen. Das Museum hatte das Werk 1964 erworben. Die Empfehlungen der Limbach-Kommission sind nicht bindend, werden aber in der Regel von beiden Seiten befolgt.

Medienpreis für Deutschlandradio Kultur

Deutscher Bundestag zeichnet Radiobeitrag über Politik-Profi aus

Die Journalistin Sandra Stalinski ist für einen Radiobeitrag über die persönlichen Veränderungen als Politik-Profi mit dem Medienpreis des Bundestags ausgezeichnet worden. Für das Feature für Deutschlandradio Kultur traf Stalinski ihre einstige Schulfreundin Angela Dorn wieder, die inzwischen als Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im hessischen Landtag sitzt. Stalinski wollte herausfinden, wie sich die Freundin in ihrer Rolle verändert hat. Laudator Thomas Kröter (DuMont Redaktionsgemeinschaft) sagte, das Vertrauen der Journalistin zu der Politikerin sei die Basis für das besonders Beeindruckende des Beitrags gewesen. Mit dem Medienpreis werden seit 1993 Journalisten aller Mediengattungen ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Diesmal hatte die Jury aus 61 Bewerbungen auszuwählen.

Zum Nachhören:
Feature "Rhetorik der Macht"> von Sandra Stalinski

"Löwenzahn"-Moderator Peter Lustig ist tot

Ikone des deutschen Kinderfernsehens starb mit 78 Jahren

Der gelernte Rundfunktechniker und Toningeneur war für Millionen von Fersehzuschauern "Welterklärer in Latzhose". Aus seinem Bauwagen heraus erzählte er in der Kinder-Kultserie des ZDF "Löwenzahn" allwöchentlich spannende Geschichten, erklärte Experimente und regte zum Tüfteln und Forschen an. Lustig wurde 1937 in Breslau geboren. Als Techniker beim US-Militärrundfunk AFN war er verantwortlich für die Aufnahme der berühmten Kennedy-Rede mit dem Zitat "Ich bin ein Berliner". Für die Kindersendereihe "Pusteblume«" (später "Löwenzahn") holte ihn das ZDF 1979 vor die Kamera. Lustig moderierte die Sendung von 1981 bis 2005. Danach zog er sich weitestgehend ins Privatleben zurück. 2007 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Peter Lustig starb am Dienstag im Alter von 78 Jahren. Das ZDF würdigt Peter Lustig am Sonntagmorgen in seiner Kinderprogrammstrecke sowie mit einer »Löwenzahn"-Nacht von Samstag auf Sonntag.

Leipziger Bibliothek nach Erich Loest benannt

Literat engagierte sich immer für Zugang zur Literatur

Die Stadt Leipzig hat eine Bibliothek nach dem 2013 verstorbenen Schriftsteller Erich Loest benannt. Zum 90. Geburtstag des Leipziger Ehrenbürgers enthüllte Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) am Mittwoch eine Namenstafel an der Stadtteilbibliothek in Gohlis, in direkter Nähe zu Loests langjährigem Wohnort. Loest habe sich oft für den Zugang zu Literatur und gegen die Schließung von Büchereien engagiert, sagte Faber. Die nun am Gebäude angebrachte Tafel trägt neben Loests Unterschrift und Namen auch noch das Zitat "Geschichtenerfinden ist mein Geschäft". Der am 24. Februar 1926 in Mittweida geborene Loest gehörte zu den bedeutendsten Literaten der DDR und des wiedervereinigten Deutschlands. Zu seinen bekanntesten Romanen zählen "Es geht seinen Gang oder die Mühen in unserer Ebene", sowie die Werke "Durch die Erde ein Riss" und "Nikolaikirche". Der schwer kranke Loest hatte sich im September 2013 aus dem Fenster der Leipziger Universitätsklinik in den Tod gestürzt. Der Leipziger Stadtrat hatte im März des vergangenen Jahres beschlossen, die Bibliothek nach Loest zu benennen.

Facebook führt neue Gefühls-Symbole ein

"Gefällt mir"-Button nicht differenziert genug

Nutzer des Onlinenetzwerks Facebook bekommen Alternativen zum "Gefällt mir"-Button. Das US-Internetunternehmen führte am Mittwoch fünf neue Symbole ein, mit denen unter Beiträgen die Gefühle Liebe, Lachen, Überraschung, Trauer und Wut signalisiert werden können. Facebook reagierte damit auf Wünsche von Nutzern, die den "Gefällt mir"-Knopf insbesondere bei tragischen Ereignissen wie Todesfällen nicht für angemessen hielten. "Wir haben den Leuten zugehört und wissen, dass es mehr Wege geben sollte, um einfach und schnell ein Gefühl auszudrücken", schrieb Facebook-Manager Sammi Krug auf dem Firmenblog. Mehr als ein Jahr habe das Unternehmen weltweit die Einführung der neuen Symbole getestet.

Millionenförderung für Kultur in Ostdeutschland

20 Projekte unter anderem der Fürst Pückler Park und das Deutsche Hygiene Museum profitieren

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fördert 20 Kultureinrichtungen in den neuen Bundesländern mit insgesamt mehr als fünf Millionen Euro. Dies solle dazu beitragen, die bedeutenden Kultureinrichtungen besonders auch in Ostdeutschland zu bewahren. Und zudem deren Bedeutung möglichst vielen Menschen auf zeitgemäße Weise zu vermitteln, erklärte Grütters heute in Berlin. Zu den künftig geförderten Einrichtungen gehören der Fürst-Pückler-Park in Cottbus, das Münster in Bad Doberan und das Residenzschloss sowie das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden. Weitere Unterstützung erhalten auch das Museum für bildende Künste Leipzig, die Schlösser Mosigkau, Köthen und Altenstein und zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum das „Haus am Horn in Weimar. Mit dem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland wird seit 2004 die dortige Kulturarbeit unterstützt. Bisher stellte der Bund rund 76 Millionen Euro zur Verfügung.

Netflix produziert erste deutsche Krimiserie

Zehnteiliger Familienkrimi "Dark" soll 2017 Premiere feiern

Der US-Streamingdienst Netflix produziert die erste deutsche Serie. Die zehnteilige Familiensaga "Dark" werde im kommenden Jahr Premiere feiern, erklärte Netflix am Mittwoch. Regie bei der Krimiserie, die in einer "typisch deutschen Kleinstadt" spiele, soll der Schweizer Baran bo Odar führen. Demnach wird "Dark" komplett in Deutschland gedreht werden. Netflix war Ende der 1990er Jahre als DVD-Versand in den USA gestartet, 2007 begann das Unternehmen mit seinem Streamingdienst. Weltweit zahlen rund 75 Millionen Abonnenten eine monatliche Gebühr, um auf das Angebot zugreifen zu können. In den vergangenen Jahren produzierte Netflix auch zunehmend eigene Inhalte wie die Politserie "House of Cards".

Berlinale-Besucher spenden 25 000 Euro für Flüchtlinge

Geld soll zur Beratung von Folteropfern eingesetzt werden

Die Besucher der 66. Berlinale haben rund 25 000 Euro für Flüchtlinge gespendet. Das teilten die Organisatoren der Aktion mit. Erstmals hatte die Berlinale um Spenden gebeten. Das Geld wird dem Beratungszentrum für Folteropfer zugutekommen. Unter dem Motto "Berlinale helps" konnten Besucher Geld in Spendenboxen in den Kinos stecken. Die Spendenaktion läuft noch bis Mitte März weiter. Auf der Spendenplattform betterplace.org kann das Projekt finanziell unterstützt werden. Am Samstag hatte der italienische Regisseur Gianfranco Rosi mit der Flüchtlings-Dokumentation "Fuocoammare" den Goldenen Bären gewonnen.

Berliner Museum mit Angebot für Flüchtlinge

Deutsches Historisches Museum bietet mehrsprachige Führungen bei freiem Eintritt

Das Deutsche Historische Museum in Berlin will sein Angebot für Flüchtlinge ausweiten. Ab dem 21. März 2016 werde es auch Führungen auf Arabisch, Albanisch, Persisch oder Russisch geben, teilte das Museum mit. Bei freiem Eintritt könnten Interessierte einen Einblick in die deutsche Geschichte und Gesellschaft erhalten. Dank einer Kooperation mit dem Fernsehsender Sky Deutschland würden die Führungen von einem Dolmetscher begleitet.

Grütters: Humboldt-Forum hilft Dialog der Kulturen

Ausstellungsprojekt soll im Berliner Stadtschloss Bedeutung außereuropäischer Kunst zeigen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat die Bedeutung des geplanten Humboldt-Forums in Berlin hervorgehoben. Angesichts der Migrationsströme und der weltpolitischen Lage sei ein Ort, an dem die außereuropäischen Künste in direktem Dialog mit Deutschland stünden, aktueller und wichtiger denn je, sagte Grütters beim Empfang im Haus der Kulturverbände in Berlin. "Kultur öffnet Welten", betonte die Ministerin, und sie könne ein wichtiger Baustein der Integration sein. Ab 2018 soll das Humboldt-Forum seinen Platz im wieder errichteten Berliner Stadtschloss erhalten und unter anderem über außereuropäische Kulturen informieren. Gegen das Forum spricht sich die Initiative "No Humboldt 21" aus. Sie kritisiert, dass ein großer Teil der 500.000 Exponate, die den Fundus der geplanten Ausstellungen bilden, im Zusammenhang mit kolonialen Eroberungen nach Berlin gekommen sei.

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