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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 09.12.2009

"Adam"

Hannelore Heider über einen ungewöhnlichen Liebesfilm

Adam ist anders als andere Männer - was ihn für seine Nachbarin Beth anziehend macht. Was sie zunächst nicht weiß: Adam leidet an einer schwachen Form von Autismus, dem Asperger-Syndrom. Während sich Beth in ihn verliebt, reagieren ihre Freunde und Familie skeptisch.

USA 2009, Regie: Max Mayer, Darsteller: Hugh Dancy, Rose Byrne, Frankie Faison, Mark Linn-Baker, Amy Irving, Peter Gallagher, ab 6 Jahren, 99 Minuten

Max Mayers melancholische Komödie setzt die Reihe ungewöhnlicher Liebesgeschichten fort, die in der letzten Zeit ins Kino gekommen sind oder noch kommen werden. Wieder ist einer der Helden, Adam (Hugh Dancy), nicht "normal", er leidet unter einer schwächeren Form von Autismus, dem Asperger-Syndrom. Was ihn erst einmal für seine schöne Nachbarin Beth (Rose Byrne) anziehend macht, denn er ist anders als andere Männer. Die Lehrerin und Kinderbuchautorin sehnt sich nach wahrer Liebe und dieser anscheinend zurückhaltende, sensible Mann scheint ein Versprechen in sich zu tragen.

Natürlich bekommt sie, als sie begreift, in wen sie sich da verliebt hat, ein Problem, doch der Film verfällt nicht in den Fehler, eine Krankengeschichte zu erzählen, sondern wirklich eine Liebesgeschichte. Dieser starken, selbstbewussten Frau ist zuzutrauen, dass sie den Mann an ihre Seite holen und vielleicht sogar verändern kann. Wir erleben ihr Bemühen und Adams vorsichtige Schritte in ein anderes als einsames Leben.

Bislang hat der begabte junge Mann als Entwickler für fantasievolles elektronisches Spielzeug in einer Nische gelebt, in der nach dem Tod seines Vater nur dessen Freund (Frankie Faison), die Arbeit und ein genau abgesteckter privater Alltag Platz hatten. Beth versucht Adam in menschliche Kommunikation, zum Beispiel mit ihren geschockten Eltern einzubeziehen. Sie ist souverän genug, die Ablehnung der Umwelt nicht nur zu ertragen, sondern Verständnis einzufordern. Aber ihre Bemühungen stoßen an die Grenzen der Krankheit, die Hugh Dancy ohne Übertreibungen, in oft sogar humorvollen Facetten darzustellen vermag.

Ein schlichtes Happy End wird es also nicht geben, aber wie der Film die romantische Geschichte mit seinen beiden absolut glaubwürdigen, sympathischen Darstellern zu Ende erzählt, ist wirklich sehenswert.

Filmhomepage: "Adam"

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