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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 29.05.2008

Abitur in nur acht Jahren

G8 in Bayern und Thüringen

Abiturprüfung
Abiturprüfung (AP)

Um ihr Pensum bis zum Abitur zu schaffen, müssen Schüler und Schülerinnen in Bayern und Thüringen aufs Tempo drücken. In beiden Ländern wurde die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt. Doch während in Thüringen die Umstellung weitgehend reibungslos funktioniert hat, droht in Bayern ein bildungspolitisches Debakel.

G8 in Bayern

Von Barbara Roth



Der bayerische Ministerpräsident am Bürgertelefon. Günther Beckstein erreichbar für jedermann. Ansprechbar auf jedes Problem.



Mutter: "Grüß Gott. Sie, ich habe das Anliegen G8. Ja. Und ich setze da meine ganz große Hoffnung auf Sie. Ich habe ein Kind, das ist in der siebten Klasse, sie ist 12. Aber ich sage Ihnen, seid dem die in diesem G8 ist, dieses Kind hat zu nichts mehr Zeit. Gestern ist sie um drei Uhr heimgekommen, dann hat sie noch dreieinhalb Stunden Hausaufgaben gemacht. Es ist einfach nicht zu machen. In der fünften Klasse … hat sie bereits Klavier aufgehört. Abends um fünf sagt sie zu mir, Mama, ich kann nicht in Fußball, weil ich die Hausaufgabe nicht habe …"



Beckstein kennt die Klagen. Er hört sie oft: Überforderte Schüler, wütende Eltern, genervte Lehrer. Die Kritik am achtjährigen Gymnasium ist im Freistaat nicht neu. Die CSU-Staatsregierung aber stellte sich jahrelang taub. Damit scheint es nun vorbei.



Beckstein: "Ich will nicht die Qualität des Gymnasiums verändern, ich will es auch nicht leichter machen, sage ich ganz offen. Aber ich glaube, dass man von der Menge her durchaus was wegnehmen kann."



Mutter: "Das sehe ich auch so. Ich denke, da setzen Sie ihre Hoffnungen zu Recht auf mich, weil ich von vielen Leuten diese Beschwerden gehört habe und gesagt habe, da wollen wir nachbessern …"



Der Ministerpräsident unter Druck. Denn Eltern sind Wähler. Und Ende September muss sich Günther Beckstein erstmals dem Votum der Bürger stellen. Das G8 ist die Achillesferse der CSU. Die Unzufriedenheit mit der Bildungspolitik droht ihm die Landtagswahlen gewaltig zu verhageln.



Stoiber: "Wir wollen, dass unsere bayerischen Schülerinnen und Schüler mittelfristig die selben Chancen haben wie alle anderen Kinder in Europa."



Edmund Stoiber überraschte Ende 2003 alle. In einer Regierungserklärung verkündete der frühere Ministerpräsident die Einführung des achtjährigen Gymnasiums – bereits zum kommenden Schuljahr 2004/2005. Immer mehr westdeutsche Länder dachten damals über das G8 nach. Und Stoiber, ehrgeizig wie er war, wollte mit an der Spitze stehen. Schüler und Eltern fühlten sich überrumpelt. Lehrer nicht vorbereitet. Und Experten warnten, die Zeit sei viel zu kurz für eine derart weitreichende Reform – doch das alles wischte Stoiber beiseite:



"Wir investieren ganz Erhebliches in das neue, achtklassige Gymnasium. Das natürlich ein neues Gymnasium sein wird. Ein exzellentes, neues Gymnasium. Meines Erachtens ein Gymnasium, wie es das in Deutschland in dieser Qualität noch nicht gibt. Und deswegen kann man das nicht vergleichen."



Schon gar nicht mit dem G8 im Nachbarland Thüringen. Auf das schnelle Ost-Abitur blickte er immer verächtlich herab. Das Pisa-Sieger Bayern war zu stolz, um in den Osten zu blicken. Stoibers Arroganz hat Folgen bis heute.



Ein Gymnasium in München. Kurz vor acht Uhr morgens. Unterrichtsbeginn in einer neunten Klasse. Es ist Donnerstag. Für die 15-Jährigen der Horrortag.



Schülerin: "Es geht bis fünf Uhr. Wir haben elf Stunden. Das ist äußerst anstrengend."



Leistungsdruck pur. Mit dem Wochenpensum eines Berufstätigen: 36 Unterrichtsstunden plus Hausaufgaben plus Lernen für Klausuren. Viel Zeit für Hobbys bleibt ihnen nicht.



Schüler: "Außer Lernen geht unter der Woche eigentlich nichts. Ich spiele zwar ein Instrument, aber es ist schon sehr stressig. Man muss halt bis spät abends da sitzen und die Hausaufgaben machen."



Die Neuntklässler sind die ersten, die im Freistaat das Abitur in acht Jahren machen. 2011 wird es soweit sein. Zeitgleich läuft das neunjährige Gymnasium für immer aus. Die G8-Pioniere fühlen sich wie die Versuchskaninchen bayerischer Bildungspolitik.



Schüler: "Man lernt den selben Stoff, hat aber ein Jahr weniger Zeit. Das ist doch Schachsinn. Zum Beispiel letztes Jahr in Französisch haben wir das letzte Kapitel überhaupt nicht geschafft. Das müssen wir jetzt nachholen. Das heißt, dass wir dann wieder nicht fertig werden. In Mathe haben wir Stoff, den man normalerweise in der elften Klasse macht, und da ist es klar, dass wir länger Zeit brauchen, um ihn zu verstehen. Wir müssen ihn aber in der kurzen Zeit schaffen."



Denn die von Stoiber vor gut vier Jahren versprochene Lehrplanentrümpelung fand nie statt. Stattdessen fehlt es an Lehrern, es fällt Unterricht aus, in den Klassen sitzen bis zu 35 Kinder. Auch die Pädagogen sind verunsichert. Ein Blick nach Thüringen hätte der Staatsregierung viel Ärger erspart. Im Nachbarland stimmen die Rahmenbedingungen: Das achtjährige Gymnasium wird an Ganztagesschulen unterrichtet. Doch mit der tun sich die Konservativen noch immer schwer: In Bayern ist der Nachholbedarf besonders groß - von 306 staatlichen Gymnasien haben nur zwölf Ganztagsangebote. Es fehlt an Schulkantinen und Ruheräumen.



Mütter: "Das es kein vernünftiges Essen gibt. Das es keine Aufenthaltsräume gibt. Es ist kein Platz, wo die sich hinsetzen können und in Ruhe essen, das ist schwierig. Das da um jeden Pfennig gefeilscht wird. Das da kein Konzept vorhanden ist, Schulen systematisch zu sanieren, das vermisse ich ganz arg."



Im Pisa–Musterland Bayern haben Eltern, Schüler und Lehrer vom dilettantisch eingeführten G8 die Nase voll. Doch es bedurfte erst der Drohung der Eltern, vor den Landtagswahlen aus Protest auf die Straße zu gehen, um die Politik zum Handeln zwingen. Ministerpräsident Beckstein:



"Wir wollen keine Kuschelpädagogik, ein Kind muss lernen, dass es sich anstrengt. Und trotzdem sage ich: Wir wollen junge Menschen fordern, aber nicht überfordern."



Konkret heißt das: Weniger Stunden. Mehr freie Nachmittage. Weniger Stoff. Ab dem kommenden Schuljahr werden die Lehrpläne um ein Neuntel gekürzt. Vor allem in den Nebenfächern entschlackt. In Geschichte etwa soll exemplarisch nur noch ein europäisches Königshaus aus dem Mittelalter durchgenommen werden und nicht alle. Auch Synergien sollen genutzt werden. Die Aufklärung etwa soll künftig in Deutsch oder Französisch durchgenommen werden - nicht mehr aber in beiden Fächern. Bei Eltern und Schülern kommt das an. Kultusminister Siegfried Schneider verspricht weniger Detail- dafür mehr Grundwissen.



Schneider: "Das bedeutet auch eine klare Unterscheidung von Pflicht und Kür. Insgesamt ist noch bedeutsam, dass im Durchschnitt ein Dreiviertel der Zeit für ein Fach zur Stoffvermittlung zur Verfügung steht. Ein Drittel frei sein soll zur Vertiefung und Intensivierung."



Mogelpackung im Wahljahr, schimpft die Opposition, Beruhigungspillen für aufmüpfige Eltern. Der Minister will die Klassengröße am G8 auf 30 Schüler reduzieren. Allein dafür werden jährlich 1000 zusätzliche Lehrer benötigt, rechnen SPD und Grüne vor. Der Arbeitsmarkt aber sei völlig leergefegt. Und auch die Gymnasiallehrer sind sauer. Für Klaus Wenzel vom bayerischen Lehrerverband ist nicht die Stofffülle, sondern die Methodenkompetenz das Problem. Statt im puren Pauken sollten sich bayerische Schüler im selbständigen Lernen üben.



Wenzel: "Da ein paar Stunden weg, da ein Neuntel aus dem Lehrplan raus – aber es ist am Kern der Sache vorbeidiskutiert worden. Worunter leiden Gymnasiasten bei diesem G8? Ich denke auch darunter, dass das Gymnasium keine wirkliche Leistungsschule ist, sondern eine Leistungsmessungsschule. Die sind Opfer eines Systems, in dem die Leistungsmessung im Vordergrund steht. Und weniger was kommt am Ende eines Lernprozesses raus."



Nämlich Schüler wie in Thüringen, die längst in der Lage sind, sich Wissen eigenständig zu erarbeiten. Im Pisa-Vergleich haben sie die Bayern damit schon fast eingeholt. Trotzdem führt sich die CSU wie der Klassenprimus auf: Mit Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt denkt man über ein Süd-Abitur nach. In Mathematik und Deutsch könnte es schon 2012 gemeinsame Abiturprüfungen geben. Eine Arbeitsgruppe soll noch in diesem Jahr einen Zeitplan vorlegen. Koordiniert wird sie in München. Und die Bedingung diktiert die hiesige Staatsregierung gleich mit: Die anderen sollen sich anpassen. Vom bayerischen Abitur als dem Anspruchsvollsten bundesweit will die CSU nämlich nicht lassen.





G8 in Thüringen

Von Hilde Weeg



Die südthüringische Stadt Hildburghausen liegt nah an der bayerischen Grenze, rund 30 Kilometer nordwestlich von Coburg entfernt. Am dortigen Gymnasium Georgianum bestand Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse sein Abitur und auch einer der späteren Thüringer Kultusminister, Michael Krapp. Hier sitzt seit Anfang der 90er Jahre Schuldirektor Heiko Rosenbaum an seinem Schreibtisch. Er hat sein Abi noch in der DDR gemacht und hat seit der Wende im Schulbetrieb Einiges an Umstellungen miterlebt und selbst organisiert. Die Turbulenzen bei der Umstellung von 13 auf 12 Jahre Schule bis zum Abitur in der bayerischen Nachbarschaft haben für ihn vor allem diesen Grund:



"Meines Erachtens nach wird das zu überstürzt eingeführt. Wir haben uns hier in Thüringen mehr Zeit genommen. Weil ja neue Lehrbücher gedruckt werden müssen, es muss eine neue Lehrplan-Generation geben. Das kostet viel Zeit und diese Zeit haben wir hinter uns."



Nach dem Zusammenbruch der DDR blieb es in Thüringen mit einer Sondergenehmigung bei dem zwölfjährigen Modell, auch wenn die Inhalte komplett neu strukturiert wurden. Mitte der 90er Jahre kamen durch die Kultusministerkonferenz neue Auflagen hinzu: die Stundenzahl musste erhöht, Lehrpläne umgestellt und erweitert werden. Seit 1999 ist der aktuelle Lehrplan in Kraft:



"Wir haben uns da ganz einfach eingelebt und eingewöhnt."



Das Lehrpensum ist stramm, aber zu schaffen. Bis zur elften Klasse sogar meistens an den Vormittagen:



"Wir haben 32 Wochenstunden, das ist also durchaus an den meisten Wochentagen zu unterrichten, wir haben nur ausnahmsweise in der siebten Klasse mal einen Nachmittag, wo die Kinder Unterricht haben."



In der elften und zwölften. Klasse werden es dann sieben und acht Stunden pro Tag, im Durchschnitt 36 Wochenstunden. Die meisten Abiturienten des Jahrgangs 2008, die gerade ihre letzten Prüfungen absolviert haben, finden das akzeptabel:



"Nee, es geht, je nachdem, ob Klausurzeiten sind oder nicht."

"Man muss rechnen jeden Tag eine Stunde Hausaufgaben, zwei Stunden Lernen wenn man um 16 Uhr nach Hause kommt - abends hat man durchaus noch Zeit für Hobbies."

"Das kommt drauf an, wie man seine Zeit einteilt."

"Das hat gepasst, hat alles geklappt …"



Selbst wenn Oberstufenschüler erst nachmittags gegen 16 Uhr nach Hause kommen - Ärger mit Eltern und Schülern, Diskussionen um unzumutbaren Stress und eine verlorene Kindheit gibt und gab es hier nicht. Rektor Rosenbaum:



"Da spielt auch die Vergangenheit DDR eine Rolle. Zu DDR-Zeiten war das gang und gäbe, dass die Kinder nicht mittags nach Hause kommen, sondern erst, wenn die Eltern von der Arbeit kamen. Das hat sich über Jahrzehnte in der DDR eingebürgert, ich meine dass die Eltern sehr gerne diese Ganztagsschule haben."



Das bestätigt auch Birgit Drischmann, beim Thüringer Lehrerverband zuständig für Gymnasium und stellvertretende Leiterin des Veit-Ludwig von Seckendorff-Gymnasium im ostthüringischen Meuselwitz. Hier werden die Schüler auch nachmittags betreut:



"Das wird auch gerne angenommen - die Kinder haben die Möglichkeit, hier ihre Hausaufgaben zu machen, in kleinen Gruppen zu lernen, sich Unterstützung zu holen, Sportgemeinschaft, je nachdem …"



Drischmann vermutet, dass der Ärger um G8 auf mangelnde eigene Überzeugung bei Lehrern und Eltern zurück zu führen ist.



"Wenn ich von Etwas nicht überzeugt bin - das ist bei allem so - dann geht es nicht. Wir müssen motivieren, müssen die Eltern und Kinder aufschließen und können’s nicht überstülpen. Und ich muss selbst sagen: Mein Enkelsohn macht den G8-Zug in Hessen. Ich erlebe, wie die Belastung ist - und die ist nicht höher, als sie unsere Schüler haben. Dass es natürlich da Probleme gibt bei der Stundenplangestaltung, weil das dann ein bisschen anders ist, das ist klar. Aber eine übermäßige Belastung ist es nicht."



Offenbar ist es in Thüringen gelungen, die Lehrinhalte abzustimmen und einen brauchbaren Lehrplan für zwöft Jahre aufzustellen:



"Auch wir haben unsere Lehrpläne untersucht. Bei den Schwerpunkten: Was muss sein, was kann sein. Und da helfen uns ja auch die zentralen Prüfungsaufgaben. Und wenn wir uns die bayerischen Abitur-Aufgaben anschauen - vor allem von den Schwerpunkten her unterscheiden sie sich von unseren überhaupt nicht."



Die Ergebnisse geben den Thüringern Recht: sowohl bei den Pisa-Studien als auch beim Abi-Vergleich schneiden die Schüler sehr gut ab. Mit Bayern, Baden-Württembergern und Sachsen immer im vorderen Drittel. Was vielleicht in ein paar Jahren zu einem gemeinsamen Süd-Abitur führen könnte. Das wäre nur konsequent, denn auch an anderer Stelle ist das Thüringer Modell längst hoch anerkannt, was der seit Anfang Mai amtierende Kultusminister Bernward Müller gerne erklärt:



"Die deutschen Auslandsschulen unterrichten ja ihre Schüler nach Thüringer Lehrplänen. Also wir sind schon in vielen Bereichen Vorbild … mir ist auch nicht bekannt, dass Thüringer Abiturienten an den Hochschulen in Bayern oder Baden-Württemberg oder wo auch immer schlechter abschneiden würden …"



Warum aber hat sich kein hessischer oder bayerischer Kultusminister oder auch nur Referent mal dieses Vorbild aus der Nähe angeschaut? Warum wollte von Thüringen keiner lernen? Müller ist da diplomatisch:



"Wir sind aber auch ein kleines Land, vielleicht hat das davon abgehalten, dass doch mal jemand her kommt. Ich bin aber auch nicht so sicher, ob es gar keine Gespräche gegeben hat."



Dagmar Schipanski, die Präsidentin des Thüringer Landtags und in den Jahren 2002 bis 2004 Präsidentin der Kultusministerkonferenz, wird da deutlicher:



"Es ist schon so, dass einige nach Thüringen hätten kommen können und sich auch Beispiele für Lehrpläne und sonstige Dinge hätten nehmen können. (…) Ich glaube, die sind sehr auf sich selbst immer konzentriert gewesen. Und es hängt ehrlicherweise manchmal mit einer unterschiedlichen Terminologie zusammen: Was ist Allgemeinbildung, was gehört dazu? Was ist spezielle Bildung? Da gibt es immer eine ganze Reihe von Missverständnissen, bis man sich auf etwas konzentriert hat. Sodass ich eher meine, es ist ein Nicht-Eindenken in die andere Struktur …"



Selbst in Hildburghausen, so nah an der bayerischen Grenze, hat sich kein bayerischer Lehrer mal bei den Thüringer Kollegen erkundigt. Schüler und Eltern sind da pragmatischer: 30 von 760 Schülern kommen aus Bayern täglich ans Georgianum. Insgesamt gehen über 100 Schüler aus Bayern auf Thüringer Gymnasien und über 600 aus Hessen. Die Thüringer Schüler bleiben dagegen im Land. Oder werden sogar selbst Lehrer. Und das ist für Schuldirektor Rosenbaum die schönste Bestätigung:



"Wir haben hier überdurchschnittlich viele Abiturienten, die Lehramt studieren und Praktikanten. Man freut sich, wenn man dann das eine oder andere Gesicht wiedersieht ... Ich sag’s mal ganz platt: Offenbar hat es ihnen bei uns auch gefallen …"