Radiofeuilleton - Bühne / Archiv /

Abenteuer in der ostdeutschen Provinz

Robert Koall inszeniert den Bestseller "Tschick" im Hamburger Thalia Theater

Robert Koall, Dramaturg und Freund des Autors Wolfgang Herrndorf
Robert Koall, Dramaturg und Freund des Autors Wolfgang Herrndorf (picture alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

Die Geschichte über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Jungen, die sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei machen, ist einer der erfolgreichsten Romane des Schriftstellers Wolfgang Herrndorf. Der Dramaturg Robert Koall hat "Tschick" auf die Bühne gebracht.

Zwei Jungen in einem geklauten Lada auf dem Weg in die Walachei - so könnte man Wolfgang Herrndorfs Roman "Tschick" kurz zusammenfassen. Aber es geht natürlich um mehr in diesem Buch: "Tschick" ist eine Hymne auf die Freundschaft. Es erzählt von einem Sommer in der ostdeutschen Provinz, in dem zwei 14-jährige Außenseiter erwachsen werden. Ein Bestseller, der es wegen seines überragenden Erfolges vor einem Jahr auch auf die Bühne geschafft hat.

Uraufgeführt wurde "Tschick" im Dresdner Staatsschauspiel. Die Bühnenfassung hat der dortige Chefdramaturg Robert Koall geschrieben, ein langjähriger Freund des schwer krebskranken Autors Wolfgang Herrndorf. Wie das Buch wurde auch Koalls Bühnenversion zum Renner: Von Dresden über Berlin nach Nürnberg gab es Aufführungen. In dieser Saison gibt es gleich fünf "Tschick"-Premieren deutschlandweit. Den Anfang macht das Hamburger Thalia Theater.

Was den Erfolg der Geschichte um die zwei abenteuerlustigen Freunde ausmacht, wollen wir vom Regisseur Robert Koall erfahren.

Sie können das vollständige Gespräch mit Robert Koall mindestens bis zum 1. Februar 2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.


Mehr zum Thema:

Dramaturg: Herrndorf ist Publikum wichtiger als Preis
Robert Koall über den Schriftsteller Wolfgang Herrndorf (DKultur)

Wenn kein Sandkorn auf dem anderen bleibt
Kritik: "Sand" von Wolfgang Herrndorf (DKultur)

Roadmovie für die Ohren
Kritik: "Tschick" von Wolfgang Herrndorf (DKultur)

Abenteuer aus dem rätselhaften deutschen Osten
Kritik: "Tschick" von Wolfgang Herrndorf (DKultur)

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Radiofeuilleton - Bühne

450. GeburtstagWas man über Shakespeare wissen muss

Zwei der bekanntesten Bildnisse des 17. Jahrhunderts: William Shakespeare.

In der kommenden Woche feiert die ganze Welt William Shakespeares Geburtstag. Bei der Vielzahl neuer Veröffentlichungen ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Der Präsident der deutschen Shakespeare-Gesellschaft erklärt, was wirklich wichtig ist.

Theaterperformance Exotisch und faszinierend

Halle des ehemaligen Carlswerks in Köln

Seit Jahren dient das Ruhrgebiet mit seinen Industriebrachen als neue Kulturstätte. Ob Ausstellungen oder Konzerte – die künstlerische Nutzung kennt kaum Grenzen. Jetzt wird auch im ehemaligen Carlswerk Köln-Mühlheim Theater gespielt.

Postmigrantisches TheaterNachfahren der Parallelgesellschaft

Die Schauspielerin Idil Üner als Sevim Özaki posiert  in Istanbul während eines Pressetermins zu den Dreharbeiten für den Film "Mordkommission Istanbul - Mord am Bosporus". 

Einwanderer und ihre Kinder finden sich hierzulande selten im Theater wieder. Im Berliner Ballhaus Naunynstraße in ist das anders. "Süpermänner" heißt dort das neue Stück von Idil Üner, das mit Klischees spielt.