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Feiertag / Archiv | Beitrag vom 22.03.2015

500. Geburtstag von Teresa von AvilaDie Wegweiserin

Von Ralf Birkner

Mystikerin Teresa von Avila  (picture alliance / dpa / Foto: efe)
Zeitgenössische Darstellung der katholischen Karmeliterin und Mystikerin Teresa von Avila, genannt Theresia die Große. (picture alliance / dpa / Foto: efe)

Als Teresa von Avila nach langem Ringen zu Gott fand, gab ihr das enorme Kraft. Trotz Anfeindungen setzte sie in der katholischen Kirche Reformen durch und gründete 17 Frauen- und zwei Männerklöster. Was sie über "den freien Menschen vor Gott" dachte, wirkt bis heute.

Teresa von Avila kommt in einer aufgewühlten Zeit zur Welt. Im Geburtsjahr 1515 steckt die mittelalterliche Welt im Umbruch – hinein in die Neuzeit. Kolumbus hat das Tor zur neuen Welt aufgestoßen, aus der Mitte Europas verbreiten sich erste reformatorische Gedanken. In dieser Zeit wird die Nonne mit dem Ordensnamen Teresa de Jesus ebenfalls viele Türen öffnen. Die wichtigste Tür ist die nach innen. Gott wohnt im Menschen, das ist die grundlegende Erkenntnis der teresianischen Spiritualität, von der aus sich ihr äußerer und innerer Kampf entwickelt. Und der ist für die Gottsuchenden der heutigen Zeit aktueller denn je.

Teresa hat erkannt, dass in der Seele des Menschen ein Verlangen nach Wahrheit, eine Frage nach dem Sinn des Lebens wohnt, die Antwort fordert. Teresa möchte den Menschen aus seiner Verfallenheit an die Unwahrheit, an das Nichts herausholen. Sie möchte dazu ermutigen, die eigenen Handlungen in der Spannungseinheit zwischen Innen und Außen, vom Innersten der Seele her bestimmen zu lassen. Bei der Beschreibung ihres Weges mit Gott tritt bei Teresa die menschliche Seele so sehr in den Vordergrund, dass man von ihr sagen könnte, sie habe unter den christlichen Mystikern das Verdienst, die Seele wiederentdeckt zu haben.

Angst vor der Ehe und der Hölle

Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada wurde als drittes von zehn Kindern in der zweiten Ehe ihres adligen Vaters in Avila geboren; dieser war als Jude geboren und 1485 mit seiner Familie zum Christentum konvertiert. Das wissbegierige, temperamentvolle und fröhliche Kind wurde von der Mutter fromm erzogen, auf Veranlassung des Vaters lernte sie Lesen und Schreiben. 1531 kam Teresa zur weiteren Erziehung ins Kloster der Augustinerinnen ihrer Heimatstadt Avila. Nach eineinhalb Jahren kam sie aus gesundheitlichen Gründen in ihr Elternhaus zurück.

1535 entschloss sie sich unter dem Eindruck der Briefe von Hieronymus und nach eigener Aussage aus Angst vor der Ehe und der damit verbundenen Diskriminierung der Frau und aus Angst vor der Hölle zum Eintritt in den Orden der Karmelitinnen in Ávila. Der Abschied von der Welt war ihr, so sagte sie später, als trennte sich "jeder einzelne Knochen extra".

Die Suche nach Gott

Teresa spricht davon, Gott 20 Jahre lang untreu gewesen zu sein. Sie ist immer noch auf der Suche nach Gott, oft ist sie krank. Ihre innere Unruhe will nicht weichen. Gott scheint so weit weg zu sein. Die strengen, formalen Gebete bringen sie nicht voran. Teresa leidet unter Selbstzweifeln, daraus entstand der Buchtitel "Ich bin ein Weib und obendrein kein Gutes". Aber sie sucht weiter und macht schließlich ihre entscheidende Erfahrung: Gott ist in mir. Diese Erkenntnis ändert alles. Sie öffnet Teresa das Tor nach innen, zu ihrer Seele, zum inneren Gebet und zum Leben in Einheit mit Gott.

Die junge Frau ist überzeugt: Gott will sich dem Menschen schon in dieser Welt mitteilen. Diese Mitteilung geschieht in der Anteilnahme am Gebet Christi und in der schwesterlichen Liebe gegenüber dem Nächsten. Beide Pole sind für sie untrennbar. Nach einem längeren spirituellen Weg entwickelt sie im September 1560 zusammen mit einigen Freundinnen und Verwandten in ihrer Klosterzelle den Wunsch, auch im Karmeliterorden eine Reform zu bewirken. Unter größten Schwierigkeiten und Anfeindungen ihrer Ordensschwestern setzt sie die Reform durch – in Erinnerung an die Einsiedler auf dem Berg Karmel und in Anlehnung an die Reformen bei den Franziskanern.

Rückkehr zu den Ursprüngen

Kennzeichnend dafür ist die Forderung nach Rückkehr zu den Ursprüngen des klösterlichen Lebens, die durch Milderung verdunkelt worden seien. Im Unterschied zu den oft großartigen Gebäuden der traditionellen Klöster waren die Häuser der Reform klein. Besonderes Augenmerk galt dem Ordensgewand, es musste von einfachem groben Tuch sein, wie es die armen Leute benutzten. Ein weiteres Kennzeichen war das Barfußgehen, deshalb wurden die Reformierten auch als "Unbeschuhte" bezeichnet. Eine kontemplative, zurückgezogene Lebensweise sollte zu einem mehr innerlichen, gesammelten Leben hinführen. Für Teresa war im Großkloster zu viel Unruhe und zu wenig Sammlung. Sie strebte kleine Gruppen von Schwestern und Brüdern an. Am Ende ihres Lebens hat sie 17 Frauen- und zwei Männerklöster gegründet.

Der freie Mensch als Ziel

Am 24. August 1562 errichtete Teresa mit Billigung des Bischofs von Avila das armselige Klösterchen San José und gab vier Postulantinnen das Ordenskleid. Ein Jahr später wurde sie offiziell zur Priorin der Neugründung ernannt und schrieb Satzungen für ihre Schwestern, die Papst Pius IV. kurze Zeit später bestätigte. Diese Satzungen betreffen eine Ordnung, die den Tagesablauf im Kloster festlegen soll und in der das Schauen auf Gott, das Gespräch mit ihm und den Mitschwestern erleichtert und gefördert werden. Teresa wollte ihre Schwestern zu freien Menschen erziehen, die vor Gott selbstständig denken und handeln.

Bloße Gesetzesfrömmigkeit, geistige Enge und Mangel an Urteilsfähigkeit als Folge von übertriebener Härte und unmenschlichen Kloster-Regeln sind ihr zuwider. Ihre "kleinen Gotteswinkel" wie sie ihre Gemeinschaften nannte, sollten Früchte hervorbringen, die der Kirche zur Heilung werden sollten. Die wesentlichen Elemente der teresianischen Reform sind das persönliche Gespräch mit Gott, das Hören auf das Wort Gottes als Voraussetzung für die Gewissheit, Christus lebt in mir und handelt durch mich. Diese Spiritualität der ganzheitlichen Gottes- und Nächstenliebe wollte sie in kleinen Gemeinschaften leben.
Die Entscheidung für diesen Weg macht Teresa für die Kirche von heute zu einer guten Ratgeberin. Auch heute fragt sich die Kirche, wie sie den Glauben an Gott in Zeiten des Umbruchs glaubwürdig weiter tragen kann und welche Bedingungen dafür hilfreich sind.

Gedanken von Kardinal Woelki

Dazu habe ich im Hirtenbrief zur Fastenzeit 2015 des neuen Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki ähnliche Gedanken wie bei der heiligen Teresa gefunden:

"Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs. Vieles ändert sich unter dem Einfluss so genannter Megatrends, die das Leben Einzelner und unserer Gesellschaft rasanter als in den Jahrhunderten zuvor verändern. Solche Megatrends heißen etwa Individualisierung, Digitalisierung, Globalisierung, demographischer Wandel und fortschreitende Entkirchlichung – um nur einige zu nennen. Vieles war in unserem kirchlichen Leben so lange stabil. Wir wussten, wer dazugehört und wer nicht, wie man zu leben hatte, was richtig und was falsch ist. Die prägende Gestalt, die das Christentum über eine lange Zeit hatte, war ein stimmiges Gefüge. Aufpassen müssen wir heute, wenn wir meinen, daraus eine Norm für die Zukunft ableiten zu können. Was meines Erachtens heute Not tut, ist eine neue und nachhaltige Form des Kirche-Seins, die u.a. zur Entlastung, aber auch zur Sicherung der Qualität pastoraler Arbeit führt. Dies kann nur in einem geistlichen Prozess gelingen, in dem wir danach suchen und fragen, wie wir heute die befreiende Botschaft Jesu Christi verkünden und den Menschen – insbesondere auch den Benachteiligten – dienen können. Dazu bedarf es an erster Stelle einer existenziellen Vertiefung unseres Glaubens.

Es bedarf der Entdeckung seiner Bedeutung für jeden Moment unseres Lebens, es bedarf der Erfahrung mit ihm. Wo finden wir auf dem Weg zu einer neuen und nachhaltigen Form des Kirche-Seins die notwendige Orientierung? Wir finden sie vor allem in der Heiligen Schrift als dem Buch der Kirche. Ich möchte Ihnen daher (...) vorschlagen, dass wir (...) überall dort, wo dies bisher noch nicht üblich ist, Gott über sein Wort zu und mit uns sprechen lassen. Ein Platz in unseren Kreisen, ein Stuhl an unseren Tischen sollte für die Heilige Schrift reserviert sein, damit Gott bei uns mitreden kann. So könnten wir zunächst auf dem Hintergrund des Wortes Gottes unsere persönliche wie unsere gemeindliche Lebenssituation unverstellt und unverzagt wahrnehmen, um in einem weiteren Schritt diese in der Gegenwart Gottes zu beurteilen und um daraus Folgerungen für unsere Wirklichkeit als Kirche zu gewinnen suchen. Was geschieht dabei? Gott wird zum eigentlich Handelnden. Wo Er aber der Handelnde ist, da kommt der Mensch, kommt die Gemeinde, auch die Nachbargemeinde neu und wahrscheinlich ganz anders als bisher in den Blick. Es kommen die Menschen in den Blick, die in unserem Stadtteil, in unserer Region wohnen, und es kommen ihre Freuden und Nöte, ihre Sorgen und Hoffnungen in den Blick.

Denn nur wer Christus persönlich begegnet ist, kann ihm auch ein Gesicht, nein, sein Gesicht geben. Nur wer Christus persönlich begegnet ist, kann ihn auch anderen mitteilen. Wo unser Glaube und unser Leben zum Thema des Austausches mit anderen werden, wo christliche Gemeinschaften zu Oasen des Miteinander-Glaubens, des Trostes, der Nachdenklichkeit, des Zuhörens, auch des Weinens und des Lachens über das Leben werden, wo die Impulse, die Gott uns dafür mit seinem Wort schenkt, wo der Glaube gefeiert und bezeugt wird, dort hat Kirche Zukunft! Dabei meine ich mit solchen Oasen keine kuscheligen Kleingruppen, sondern Glaubensgemeinschaften, in denen Trost und Herausforderung gleichermaßen gelebt und geteilt werden; Glaubensgemeinschaften, auf die auch andere aufmerksam werden, weil sie tätig werden im Nahbereich ihrer Nachbarschaft und des Sozialraums für diejenigen, die der Unterstützung bedürfen; Wir brauchen solche ´spirituellen Tankstellen', um unser religiöses Leben vor Austrocknung zu bewahren."

Die Grundpfeiler der Reform

Hören auf Gottes Wort, freies persönliches Sprechen mit Gott, den Bedürftigen helfen nach dem Vorbild Jesu, das sind die Grundpfeiler der Reform der heiligen Teresa von Avila, auf die auch der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki in Zukunft verstärkt setzen möchte. Beiden geht es um ein Christsein in Liebe und Freiheit, und zwar in kleinen Gemeinschaften, oder wie Teresa es nannte: in kleinen Gotteswinkeln. Teresa erkannte, dass der religiöse Versorgungsmechanismus eines großen Frauenklosters nicht genügte, um die brennenden Probleme der Kirche und die sozialen Nöte um sie herum zu lösen. Das Nach-innen-gerichtet-Sein verwandelt sich für sie in ein Für-die-andern-da-Sein. Teresa wollte Zellen schaffen, von denen Wärme und Leben ausstrahlen sollte in einer Zeit, in der verkopfte Theologie, planloses Dahinleben der reicheren Schichten sowie eine starke Unterordnung der Frau in Familie und Kirche an der Tagesordnung waren.

Die Ordensfrau machte die überraschende Erfahrung, dass die Verbindung mit Gott nicht denen vorenthalten bleibt, die die Form und die Norm lieben, sondern vielmehr allen möglich ist, die ihr Leben als "Gabe zum Weiterschenken" in Freiheit betrachten. Teresa verschenkte ihre Schönheit, die Brillanz ihres Geistes, ihren Charme, ihr gewinnendes Wesen, ihre Schlagfertigkeit, ihre seelische Kraft und Charakterstärke. Sie hat alles für Gott gegeben und nichts zurückgehalten, ihre Arbeitskraft, ihre Fürsorge für die Mitschwestern und ihre Kreativität in jedem Augenblick des Lebens, bis in die kleinsten Dinge des Alltags hinein. Gott hatte ihr eine immerwährende Freundschaft in freier Wahl geschenkt und immer neu die Initiative ergriffen, so dass diese Christus-Freundschaft für Teresa zum tragenden Grund ihrer Existenz und ihrer unermüdlichen Tätigkeit wurde. Bei der Betrachtung der Frömmigkeit Teresas erschließt sich die Erfahrung eines lebendigen, persönlichen Gottes, der in das Leben eines Menschen einbricht und es bis in alle Tiefen hinein erschüttert, da er die radikale und totale Auslieferung begehrt.

Für meine persönliche Gottsuche ist die heilige Teresa von Avila eine Wegweiserin. Es tut mir gut, zu innerer Freiheit und eigener Glaubensreife ermutigt zu werden. Es tut mir gut, dazu aufgefordert zu werden, das persönliche Gespräch mit Gott nicht nur in heiligen und frommen Räumen zu suchen. Teresa sagte ihren Mitschwestern einmal: "Wenn euch der Gehorsam viele äußere Verpflichtungen auferlegt, etwa in der Küche, dann sollt ihr wissen, auch zwischen den Kochtöpfen wandelt der Herr."

Sie meditierte bewusst das Bild des Jesus von Nazaret

Der Theologe Karl Rahner hatte schon in den 1980er-Jahren gesagt, der Christ der Zukunft werde ein Mystiker sein, oder nicht mehr sein. Das hat sich bewahrheitet. Die einen machen viel Lärm und haben traditionelle, auf Stille und Disziplin beruhende Gebetsübungen aufgegeben. Andere haben einen Zugang zu unterschiedlichen Meditationstechniken gefunden, weil sie das Verlangen nach Stille und Einkehr ganz stark in sich selber spüren. Der technisch orientierte Mensch des 21. Jahrhunderts braucht den Mystiker, den ganzen Menschen, der es verstanden hat, Gott in sein Leben zu integrieren. Teresa meditierte nicht bildlos, wie ihr Bruder im Geist Johannes vom Kreuz und wie es auch die Zen-Meditation lehrt. Sie meditierte bewusst das Bild des Jesus von Nazaret. Der Theologe Karl Rahner sagte dazu:

"Man könnte vielleicht denken, die radikale Bildlosigkeit der Gotteserfahrung von Johannes vom Kreuz mache diese für uns zu einer besseren Interpretin unserer heutigen Gotteserfahrung als die befangenere visionäre Mystik der heiligen Teresa. Aber wenn man bedenkt, dass der Verlust des Bildes vielleicht heute als Verlust und nicht so sehr als Gewinn zu buchen ist, wenn man sieht, dass entweder unsere Gottesbeziehung heute vielleicht ausdrücklicher denn je durch die Beziehung zum konkreten Jesus von Nazareth, zu seinem Leben und Sterben und seinem Verhältnis zu Mitmenschen vermittelt sein muss oder gar nicht mehr sein wird, dann ist es vielleicht doch nicht so selbstverständlich, dass für uns heute Teresa von Avila hinter Johannes vom Kreuz rangieren muss."

Wahre Hingabe zu Gott

Mir gefällt, dass Teresa von Avila keinen Unterschied machte zwischen Menschen, die im Kloster oder außerhalb davon Jesus nachzufolgen wünschen. Die Ordensfrau war überzeugt, dass alle Menschen Gott in der Kontemplation erfahren können. Wahre Hingabe an Gott bedeutet für sie Selbstvergessenheit in seinem Dienst und Liebe zum Nächsten. Dazu soll das Gebet helfen. Gefühle von Frömmigkeit hingegen sind für Teresa nicht wichtig. Klar und deutlich beschreibt sie das Wesen des Gebetes: Da Gott den Menschen als denkendes und sprechendes Wesen erschaffen hat, entspricht es seiner Würde, sich nicht nur seinen Mitmenschen, sondern auch Gott gegenüber denkend und sprechend zu verhalten. Wie kann man aber mit jemandem sprechen, den man nicht sieht und von dem man keine hörbare Antwort erhält? Das ist die Not vieler ihrer Mitschwestern und die der Beterinnen und Beter aller Zeiten.

Darauf antwortet Teresa mit dem Hinweis auf den Glauben: Der Glaube vertraut darauf, dass hinter dieser Welt, die wir als Geschenk erleben, ein persönliches Du steht, das mich annimmt und liebt, das sich mir in Jesus Christus bezeugt hat. Gott spricht zum Menschen durch seine Schöpfung, durch geisterfüllte Menschen; in besonderer Weise hat er zu ihm gesprochen durch seinen Sohn. Für Teresa ist wichtig, sich ausreichend Zeit für das Gespräch mit Gott zu nehmen. Natürlich empfiehlt sie Stille und Abgeschiedenheit und die Festlegung bestimmter Zeiten für die Kontemplation.

Auch das gefällt mir gut bei Teresa: Wir sollen Gott mit schlichten, vertrauenden Worten anreden. Fehlen uns diese Worte, dann holen wir sie aus der Bibel, das empfiehlt auch das Hirtenwort von Kardinal Woelki. An diesem Entschluss, freiwillig, innerlich, bewusst mit Gott wie mit einem guten Freund zu reden, liegt alles. Das innere Gespräch, das sich auch im gemeinsamen Sprechen mit anderen äußerlich gestalten kann, gibt dem Menschen vor Gott ein Gefühl der Freiheit, der Mündigkeit, der Sicherheit und der Verbundenheit mit anderen.

Im Jahr 1614 wurde Teresa von Avila seliggesprochen und acht Jahre später durch Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Sie ist die Patronin der Schachspieler und der spanischen Schriftsteller. 1970 ernannte sie Papst Paul VI. als erste Frau in der Geschichte der Katholischen Kirche zur Kirchenlehrerin. Ihr Gedenktag ist der 15. Oktober. Die Bauernregeln sagt: Zu Therese stets beginnt, die Weinlese, weiß jedes Kind!


QUELLEN: Zitat Rainer Maria Kardinal Woelki nach: www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/erzbischof/dokumente/fastenhirtenbrief_2015.pdf)

Zitat Karl Rahner, Erwägungen eines Theologen, in: Teresa de Jesus. Eine Frau als Kirchenlehrerin.

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(Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 15.03.2015)

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