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Tonart | Beitrag vom 08.09.2016

#31sWie Streaming Musik verändert

Fabian Schütze im Gespräch mit Carsten Rochow

Der Streamingdienst Spotify hat weltweit derzeit rund 50 Millionen Nutzer. (dpa / picture alliance)
Der Streamingdienst Spotify hat weltweit derzeit rund 50 Millionen Nutzer. (dpa / picture alliance)

Streaming ist längst der wichtigste Verbreitungsweg von Musik. Aber was macht das eigentlich mit der Musik selbst? #31s ist das Ergebnis eines Experiments und Beitrag zur Debatte um Streaming in der Musikindustrie.

2015 wurden über zwei Billionen Musikstücke online gestreamt, Tendenz steigend. Streaming ist längst der wichtigste Verbreitungsweg von Musik. Aber was macht das eigentlich mit der Musik selbst?

Streaming kennt keine technischen Grenzen, dafür aber wirtschaftliche. Zwischen dem weltweiten Erfolg des Musik-Streamings und den Menschen, die Musik machen, klafft eine ökonomische Lücke: Während Spotify knapp zwei Milliarden Euro Umsatz macht, verdient der Urheber eines Songs zwischen 0,2 Cent und 0,9 Cent pro Stream-Abruf.

Das Experiment: Da Streaming-Anbieter nach 30 Sekunden Spielzeit das Honorar für einen Song ausschütten, könnten Musikstücke in Zukunft nur noch 30 Sekunden lang seien.

Das Album #31s ist nun das Ergebnis des Experiments und Beitrag zur Debatte um Streaming in der Musikindustrie.
Das Label analougsoul hat sein musikalisches Netzwerk gebeten, Stücke zu schreiben, die genau eine Sekunde länger als nötig sind, um von Spotify ausgezahlt zu werden: 31 Sekunden. Mit dieser Playlist soll die musikalische Seite der wirtschaftlichen Bedingungen des Streamings ausgelotet werden. #31s ist eine Vorschau darauf, welche Folgen Streaming für die Musik selbst haben kann.

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