Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 09:07 Uhr Im Gespräch
 
 

Interview / Archiv | Beitrag vom 24.08.2015

25 Jahre Diddl-Maus"Vollgemüllt mit Kitsch"

Claudia Fischer Appelt im Gespräch mit Katja Schlesinger und Frank Meyer

Kind mit einer Diddl-Maus (imago / CoverSpot)
Natürlich gibt es die Maus mit den Klumpfüßen und den Riesenohren auch als Plüschtier (imago / CoverSpot)

Sie prangt auf Schreibblöcken, Stiften, Tassen: die Diddl-Maus. Heute wird sie 25 Jahre alt - worüber sich die Designerin Claudia Fischer-Appelt nicht gerade freut. Sie findet: Man muss Kinder doch auch ästhetisch erziehen.

Die Diddl-Maus, vor 25 Jahren von Thomas Goletz erfunden, hat noch immer jede Menge Fans, aber auch vehemente Gegner. Zu ihnen gehört die Hamburger Designerin Claudia Fischer-Appelt: Ihr gehen millionenfach verbreitete Produkte à la Knubbelhäschen, Bärchen und Mäuschen gegen den Strich.

Dabei findet sie, dass ein bisschen Kitsch durchaus sein dürfe. "Aber warum muss man es unbedingt bei den Kindern schon anfangen und da reinimpfen?" Sie beobachtet, dass vor allem die Zielgruppe Mütter "mit dem Kitsch vollgemüllt" wird.

Sie wolle aber, versichert die Designerin, auf keinen Fall eine Hardcore-Ästhetik. Nur müsse man ja nicht "das ganz Schlimme" nehmen - damit meint sie etwa Schulranzen mit Prinzessin-Lillifee-Motiven.

"Ich finde schon, dass es eine Aufgabe ist, Kinder auch ästhetisch zu erziehen", sagt Fischer-Appelt. Bei ihren eigenen Kindern hat sie bestimmte Dinge einfach verboten: "Diddl-Maus wäre undenkbar gewesen, die hätte ich weggeschmissen."  

 

Interview

Theater des Jahres"Bühnen brauchen den Wechsel"
Das Maxim Gorki Theater, aufgenommen am 29.10.2012 in Berlin. (picture-alliance / dpa / Michael Kappeler)

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater und die Volksbühne in Berlin sind gleichberechtigt zum "Theater des Jahres" gewählt worden. Beide leisteten, jedes auf seine Art, künstlerisch "Außergewöhnliches", sagt "Theater heute"-Redakteur Franz Wille.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur