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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 14.06.2012

20 Wörter für Wind

Wie Sprachen sich verändern, aussterben oder neu entstehen

Von Jan Lublinski

Inuit-Jäger auf Eisbärenjagd in der Nähe von Tonglait, Nunavut.
Inuit-Jäger auf Eisbärenjagd in der Nähe von Tonglait, Nunavut. (AP)

Stephen Leonard von der Universität Cambridge spricht ein knappes Dutzend Sprachen, darunter Norwegisch, Dänisch, Isländisch, Färöisch und West-Grönländisch. Neuerdings ist Inuktun dazu gekommen, eine Sprache, die nur 770 Menschen beherrschen.

Der linguistische Anthropologe hat ein Jahr ganz im Norden Grönlands verbracht, um in mühevoller Kleinarbeit die Grammatik, die Geschichten und die Tänze dieser Gemeinschaft zu dokumentieren.

Die Alten unterscheiden dort 20 Wörter für Wind; die jungen Inuktun aber kennen sie kaum. Im Verlauf der nächsten Jahrzehnte wird diese Sprache weitgehend verschwinden, prophezeit Leonard.

Und Inuktun ist längst nicht die einzige vom Aussterben bedrohte Sprache. Es gibt aber auch Sprachen, die sich einfach nur verändern. In Afrika wandeln sich viele Sprachen mit den Lebensumständen der Bevölkerung. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar treffen Menschen aufeinander, die aus verschiedenen Regionen Westafrikas stammen. Ihre Sprachen verändern sich in der Stadt, neue Ausdrucksweisen und Kulturen entstehen.

Und auch bei Jugendsprachen und SMS-Textnachrichten zeigt sich: Sprachpfleger sollten die junge Generation und ihre kreative Gestaltung der Kommunikation nicht unterschätzen.

Manuskript zur Sendung als PDF und im barrierefreien Textformat

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