Seit 19:05 Uhr Oper
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 19:05 Uhr Oper
 
 

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 24.08.2012

20 Jahre nach Lichtenhagen

Wie steht es heute um Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Deutschland?

Moderation: Birgit Kolkmann

Drei Tage und Nächte griffen Jugendliche 1992 das Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen an und wurden von bis zu 3000 Schaulustigen dabei unterstützt. (AP Archiv)
Drei Tage und Nächte griffen Jugendliche 1992 das Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen an und wurden von bis zu 3000 Schaulustigen dabei unterstützt. (AP Archiv)

Im August 1992 erlebte Deutschland die schlimmsten ausländerfeindlichen Ausschreitungen der Nachkriegsgeschichte: Vier Nächte lang versuchte eine Meute von Randalierern in Rostock-Lichtenhagen, die damalige Aufnahmestelle für Asylbewerber sowie Wohnungen von vietnamesischen Vertragsarbeitern zu stürmen.

Mit Steinen und Brandsätzen attackierte der Mob – darunter zahlreiche Neonazis aus ganz Deutschland - die Plattenbauten, in denen die Ausländer untergebracht waren. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Tode. Die Krawalle einiger Hundert Gewalttätiger wurden von bis zu dreitausend Schaulustigen unterstützt. Die politisch Verantwortlichen waren der Situation nicht gewachsen, Polizei und Feuerwehr waren völlig überfordert.

Wie steht es 20 Jahre danach um Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Deutschland? Hat das Land wirklich Lehren aus den tragischen Ereignissen von Lichtenhagen gezogen, haben Politik und Bevölkerung dazugelernt?

Über dies und andere Fragen diskutieren

  • Gabriel Landgraf, Exit-Deutschland

  • Prof. Hajo Funke, Politikwissenschaftler

  • Frank Jansen, Redakteur "Der Tagesspiegel"

  • Toralf Staud, Freier Journalist und Buchautor



"Links zum Thema bei dradio.de:"
Rostock entschuldigt sich bei Opfern der Ausschreitungen von 1992 - <br> Zahlreiche Gedenkveranstaltungen geplant

Wenn der Mob regiert - <br> Vor 20 Jahren: In Rostock-Lichtenhagen kommt es zu pogromartigen Ausschreitungen

Biedermänner und Brandstifter - <br> Themenschwerpunkt im Deutschlandradio Kultur: Vor 20 Jahren wurden in Rostock-Lichtenhagen Asylbewerber angegriffen

Wortwechsel

CETA & TTIPGrenzenloser Handel um jeden Preis?
Menschen ziehen durch die Brüsseler Innenstadt. Einige von ihnen halten große Buchstaben in die Höhe, die die Forderung ergeben: Stop TTIP. (dpa / picture alliance / Thierry Roge)

Mehrere Hunderttausend Menschen demonstrierten in vielen deutschen und europäischen Städten erst kürzlich gegen CETA und TTIP. Aber was bringen die Proteste, wer hat Recht und wer profitiert von den geplanten Freihandelsabkommen?Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandradio Kultur