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100 Grimmsche Wörter

Affenliebe

Olaf Tschimpke, Präsident des NABU (picture alliance / dpa)

Blinde, unvernünftige liebe besonders der eltern gegen ihre kinder: "meiner eltern grosze affenliebe". Olaf Tschimpke ...

Der Sänger und Moderator Gunther Emmerlich (picture alliance / dpa / Tom Schulze)

Angst

Angst ist nicht blosz mutlosigkeit, sondern quälende sorge, zweifelnder, beengender zustand überhaupt. Gunther Emmerlich ...

SPD-Urgestein und Sozialexperte Rudolf Dreßler (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

Arbeit

ein uraltes, viel merkwürdige seiten darbietendes wort. ursprünglich, wie wir sahen, war arbeit die auf dem knecht lastende. seitdem allmälich die thätigkeit der menschen unknechtischer und freier wurde, war es natürlich den begrif der arbeit auf leichtere und edle geschäfte auszudehnen. Rudolf Dreßler ...

Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerktschaftsbundes (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Arm

elend und dürftig […] gleich dem […] substantiv allen deutschen sprachen gemein. hier liegt einer der seltnen fälle vor, dasz zwei in laut und buchstaben einstimmige wörter ganz verschiednen wurzeln anzugehören scheinen Michael Sommer ...

Thomas Quasthoff (Konzertdirektion Schmid)

Augenblick

Eine treffende, lebendige zusammensetzung, "mit lieben ougenblicken einander sâhen an", hat sich die sinnliche bedeutung selten erhalten. Desto häufiger ist die abgezogne anwendung für den enteilenden punct der zeit, "und der mächtigste von allen herschern ist der augenblick." Thomas Quasthoff ...

Benjamin Völz ist Synchronsprecher. (picture alliance / dpa /  Britta Pedersen)

Autsch

Ein kraftvoller ausruf bei empfundnem sinnlichen schmerz, fortgebildet aus au oder ach, ähnlich dem ätsch und hutsch für husch. denn man sagte ebenwol ausch. Benjamin Völz ...

Der Germanist und FU-Präsident Peter-André Alt (picture alliance / dpa / Soeren Stache)

Blöde

Blöde vom gewächs, "die blöd aufgehende gerste", auch von anderen sachen, dünn, gebrechlich, schwach, leicht: "ein leichter und blöder boden" – "blöde (ungesalzne) suppe"; blöde von gesicht und augen: "wiewol er seines blöden gesichts wegen eine brille dazu vonnöthen hatte". Peter-André Alt ...

Armin Petras, ehemaliger Intendant des Berliner Maxim-Gorki-Theaters (AP)

Blöße

bei den fechtern, unbeschützter, des gegners klinge blosz gegebner theil des leibs, zumal der seite. "eine blösze geben; nach der blösze stoszen; einem in die blösze fallen;" ebenso steht blösze für nacktheit, entblöszung, mangel, elend. Armin Petras ...

Die Kabarettistin und Schauspielerin Maren Kroymann (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Brav

ein jetzt allgemein gangbares, uns aber erst im 17 jh. aus der fremde zugebrachtes wort. […] Wir gebrauchen brav, von männern im sinne von tüchtig, tapfer, wacker, redlich: "ein braver held" […] von frauen, […] "eine brave hausfrau", die alle pflichten erfüllt Maren Kroymann ...

Die Schauspielerin Katharina Thalbach. (picture alliance / dpa / Michael Bahlo)

Charakter

Ein dem ohr des volks seltsam lautendes wort, für dessen verschiedne bedeutungen wir unsere eignen ausdrücke mahl, bild, zeichen, art, sitte, gepräge hätten heranbilden sollen. Katharina Thalbach ...

Hans Neuenfels  (picture alliance / dpa / David Ebener)

Dudeldumdei

unnützes geschwätz. nun ja, machen sie nur nicht so viel paperlapp und dudeldumdei. "heisa, juchheia! dudeldumdei! /das geht ja hoch her. bin auch dabei." Hans Neuenfels ...

Jean Ziegler, UNO- Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung (AP Archiv)

Dummheit

unverständigkeit, albernheit, einfalt, unbesonnenheit, unwissenheit, "mit der dummheit kämpfen götter selbst vergebens“. Jean Ziegler ...

Die Schauspielerin Astrid Meyerfeldt (Deutschlandradio - Sandro Most)

Einaugenblickfliege

"rollende wecker sind wir, die sogleich ausgeschnarret haben, nicht eintagfliegen sondern einaugenblickfliegen." Astrid Meyerfeldt ...

Gottfried Honnefelder, früherer Suhrkamp-Geschäftsführer und seit 2006 Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (AP)

Eitel

[…] heute verwenden wir eitel, von einem der sich seiner vorzüge freut und ihrer bewust wird, ein gutes, eitles mädchen Gottfried Honnefelder ...

Björn Kuhligk findet es beruhigend, dass Dinge auch aufhören können. (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)

Ende

äuszerste spitze (…) aus dem begrif der spitze, gleichsam des puncts entspringt der des orts, des festen puncts (…) räumliches ende (…) das ende der welt, der erde, wo welt und erde aufhören. Björn Kuhligk ...

Bundesumweltminister Peter Altmaier CDU (dpa / Marcus Brandt)

Erfolg

Oft: folge. die sache hat keinen erfolg, einen guten, glücklichen, günstigen, ungewissen erfolg. Peter Altmaier ...

Michael Sommer, DGB-Vorsitzender (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Faul

stinkend, verfault, morsch, aus der ersten bedeutung entspringt unmittelbar die heute vorherschende wir sagen einer ist so faul, dasz er stinkt, stinkfaul, und eine grosze und anhaltende faulheit ist stinkend. Michael Sommer ...

Der evangelische Theologe und frühere Bischof Wolfgang Huber (DRadio)

Feind

feind, das substantivum, steht fast auf allen blättern der bibel und es wäre überflüssig stellen herzuschreiben Wolfgang Huber ...

Die Schauspielerin und Sängerin Angelika Mann im Jahr 2008. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Fliehen

wie schon gesagt ist das sinnliche laufen für unser fliehen in die abstraction des davon laufens, entrinnens, entweichens, entspringens übergetreten, wobei die art und weise des entkommens meist unbezeichnet bleibt. darauf dasz auch unser fliehen ursprünglich springen ausdrückt führt unser floh, der springende. Angelika Mann ...

Sigmar Gabriel (dpa / picture alliance / Wolfgang Kumm)

Freiheit

der älteste und schönste ausdruck für diesen begrif war der sinnliche freihals, ein hals, der kein joch auf sich trägt. mittelhochdeutsch, geschweige neuhochdeutsch, hört diese benennung auf. freiheit ist uns nun der technische ausdruck geworden. Sigmar Gabriel ...

Der Schriftsteller David Wagner auf der Frankfurter Buchmesse 2000. (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)

Fressen

fressen ist //aufessen, verzehren, ganz verschlingen//, während //essen// häufig den partitivbegrif hat und //davon essen// ausdrückt. David Wagner ...

Die Publizistin Lea Rosh. (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Freude

freude ist frohsein, mehr als vergnügen, etwas weniger als lust, stille, ruhige freude, wahre, innige, unschuldige, eine unmäszige, ausgelassene, ausschweifende freude. die freude ist ihm in den brunnen gefallen, zu wasser, zu nichte geworden, vereitelt, versalzen worden. Lea Rosh ...

Der Regisseur Johann Kresnik (AP)

Freund

Ein geneigter, gleichgestimmter, gleichgesinnter, anhänglicher mann, der freud und leid mit uns theilt. Johann Kresnik ...

Malu Dreyer (SPD): "Meiner Generation ist es vergönnt, in einer einzigartigen Phase des Friedens zu leben." (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Friede

gegensatz des kriegs, der friede ist geschlossen, eingegangen; gebrochen, aufgehoben, löcherig, zerrissen; (…) "auf den lärm des tages folgte der friede der nacht". Malu Dreyer ...

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes (dpa / picture alliance / Becker & Bredel)

Fürchten

im bewustsein der schwäche in der seele bewegt meiden oder besorgen, bei wirklich oder möglicher weise oder blosz nach einer einbildung bevorstehendem oder übel bringendem Annegret Kramp-Karrenbauer ...

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01.01.1970, 01:00 Uhr

Informationen zur Sendung

1838 beginnt die akribische Arbeit am Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm, bis heute das umfangreichste Wörterbuch der deutschen Sprache. Einen Bruchteil der mehr als 300.000 Stichwörter wollen wir ins Programm nehmen, 175 Jahre nach Beginn des Projekts. Prominente erläutern dabei ihren Bezug zu einzelnen Worten.

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