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Interview / Archiv | Beitrag vom 01.08.2015

10 Jahre neue Rechtschreibregeln "Für die Schule ist mehr Sicherheit gewonnen"

Gisela Beste im Gespräch mit Oliver Thoma

Man sieht eine Seite im Duden, auf der die Schreibweise von "kennen" und "kennenlernen" nach der Rechtschreibreform 2005 erklärt wird.  (picture alliance / dpa / Foto: Franz-Peter Tschauner)
Nach der Rechtschreibreform 2005: Schreibweise von "kennenlernen" im Duden. (picture alliance / dpa / Foto: Franz-Peter Tschauner)

Nach der Rechtschreibreform 1996 wurden vor zehn Jahren noch einmal überarbeitete Regeln eingeführt. Gisela Beste, Mitglied im Rat für Rechtschreibung, zieht eine positive Bilanz. Für Schüler sei die deutsche Rechtschreibung einfacher geworden.

Trotz heftiger Diskussion wurden, nach der Rechtschreibreform 1996, vor zehn Jahren noch einmal neue Rechtschreibregeln eingeführt. Damit sollte wieder Ruhe in die deutsche Schriftsprache gebracht werden, die Krtiker als Chaos und babylonische Sprachverwirrung bezeichnet hatten. Seitdem kann nun "kennen lernen" getrennt aber auch "kennenlernen" wieder zusammen geschrieben werden.

Klarere und konsequentere Regeln

Gisela Beste, Mitglied im Rat für Rechtschreibung, sagte dazu im Deutschlandradio Kultur: 

"Ich finde, für die Schule ist mehr Sicherheit gewonnen. Es sind klarere Regeln erlassen worden: Substantivierungen erkennt man zum Beispiel am Artikel. Das wurde viel konsequenter auch durchgeführt. Und die Doppel-s-Schreibung wurde konsequent eingeführt, nach kurzem Vokal. Das schafft für Lernende, für Schülerin und Schüler eine klare Grundlage für ihr Lernen und damit, finde ich, ist auch für die Schule etwas gewonnen." 

Mehr zum Thema:

Germanistin: Rechtschreibreform in der Schule schwer zu vermitteln
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 01.08.2013)

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